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Ausverkauf der Magerwiese

Gestern wurde die Magerwiese auf dem Münsterhof in ihre Einzelteile zerlegt. Die Frage, die bleibt: Sollte die Stadt öfters in dieser Art intervenieren?

Die Pflanzenziegel vom Münsterhof würden auch dem Landesmuseums-Anbau etwas Weichheit verleihen. Foto: Urs Jaudas
Die Pflanzenziegel vom Münsterhof würden auch dem Landesmuseums-Anbau etwas Weichheit verleihen. Foto: Urs Jaudas

Ein bisschen Grün, zwei Weidenbäume, Holzstege und -plattformen, einige Gelegenheiten zum Verweilen – so viel oder so wenig brauchte es, um den Münsterhof in den vergangenen Wochen zu einem kleinen Stadtpark werden zu lassen. Die 1000 Quadratmeter Grün, die «Insel der Stadt», waren eine Installation des Berner Aktionskünstlers Heinrich Gartentor. Sie änderten den Charakter des Platzes – manche sprechen abschätzig von einer Pflasterwüste – und machten darauf aufmerksam, wie Grün den Stadtraum prägt und verändert. Und das regte zum Nachdenken an: wie sich eine Stadt in Zeiten des Klimawandels wandeln soll, bevor sie muss. Gestern Abend wurden die Kisten mit den Wiesenblätzen verkauft. Und es wurde wieder klar, dass die Gräser ihre Wurzeln nicht tief in den Platz geschlagen hatten, sondern nur in eine Schicht Humus auf Schafwolle.

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