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Das hat uns noch gefehlt

Allerhand Fahrzeuge verstellen unsere Stadt. Und es werden immer mehr.

Und dann kommt schon das nächste, sagen wir mal abenteurliche, Gefährt hinzu: Ein neuer E-Tretroller.
Und dann kommt schon das nächste, sagen wir mal abenteurliche, Gefährt hinzu: Ein neuer E-Tretroller.
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Es ist schon verrückt, womit unsere Stadt fängs vollgestellt wird. Oder ist. Mit Parkuhren und Autos zum Beispiel. Mit Leihvelos und Baustellen. Und als ob das nicht reichen würde, wird der städtische Raum immer mehr verdichtet. Da stehen immer noch mehr Leihvelos von noch mehr Anbietern – sogar die Stadt selber hat ein eigenes, ausgefallenes Modell lanciert.

Und immer, wenn man denkt, jetzt ist dann aber gut, kommt noch ein abenteuerliches Gefährt mehr hinzu. Zum Beispiel das Flexity-Tram. Oder ein elektrifiziertes Trottinett. Darauf hat Zürich gewartet!

Das war, als die O-Bikes kamen und man glaubte, man schmore bereits in der Sharing-Hölle des schlechten Geschmacks.

Bei einem Besuch in Lyon vor knapp einem Jahr schauten wir immer wieder ziemlich blöde, wenn ein Microscooter, so ein kleines Trottinett, an uns vorbeisummte. Selbst bergauf. Die Leute standen einfach auf den elektrifizierten Dingern, rollten sanft dahin und sahen dabei unbeholfen und auch ein bisschen doof aus. Nicht ganz so doof wie Menschen auf dem Segway, aber doch. Die Franzosen halt, dachte man sich und erinnerte sich an sein puristisches Zürich, in dem die Leute Fixies fahren. Das war vergangenen Sommer, als die O-Bikes kamen und in der Stadt die Meinung herrschte, es könne schlimmer gar nicht mehr kommen, man schmore bereits in der Sharing-Hölle des schlechten Geschmacks.

Das Video zum neuen Produkt zeigt, an wen sich dieses Gefährt richtet: An Leute, denen es schwerfällt, Velo zu fahren.

Irrtum. Seit dieser Woche ergänzen rote Mobility-Roller das Stadtbild – und die Freunde von Limebike hatten auch noch eine glatte Idee: ein E-Roller mit Name «Lime-S eTretroller».

Das Video zum neuen Produkt zeigt, an wen sich dieses Gefährt richtet: An Leute, denen es (zu) schwerfällt, Velo zu fahren.

Ich übertreibe? Aber lesen Sie selbst die Acht-Schritte-Anleitung für das neuartige Gefährt, die Eight Thinking Steps, Herr Köppel!

1 – Mit der App das Gefährt aufschliessen. 2 – Die lokalen Helmvorschriften befolgen.3 – Aufsteigen, antreten.4 – Gashebel nach unten drücken, um zu beschleunigen.5 – Bremse ziehen, um zu stoppen.

Einschub:

Vorsichtig fahren, wenns runtergeht. Immer auf die Verkehrsregeln achten. Aufpassen vor Hindernissen, Steinen ausweichen.

6 – Das Lime-S sicher parkieren.7 – Mit der App abschliessen und die Fahrt beenden.8 – Lachen (das muss man offenbar sagen, denn Spass scheint es nicht zu machen).

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