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Das Leben weben

Die ehemalige Profi-Snowboarderin Meghann O’Brien arbeitet beim Weben ihre indigene Herkunft auf. Sie spürt dabei dieselbe Befriedigung wie beim Freeriden im Pulverschnee.

Am «Sky Blanket» im Hintergrund hat Meghann O’Brien über ein Jahr lang gewoben. Foto: Sophie Stieger
Am «Sky Blanket» im Hintergrund hat Meghann O’Brien über ein Jahr lang gewoben. Foto: Sophie Stieger

Wenn Meghann O’Brien webt, wie momentan im Museum Rietberg, deutet wenig darauf hin, dass die 32-Jährige einst ein Leben führte, von dem viele träumen: Die Kanadierin verdiente ihren Lebensunterhalt mit Snowboarden und lebte in Whistler, einem angesehenen Skigebiet im Westen Kanadas. Die Berge gaben ihr Kraft. Fuhr sie frisch verschneite und unberührte Hänge hinunter, ging es ihr gut. Durch ihr Talent und ihren Drang, sich zu beweisen, schaffte sie es innerhalb von fünf Jahren an die Spitze. Das brauchte die junge Frau, die von den indigenen Völkern der Haida und Kwakwaka’wakw abstammt. Seit ihrer Kindheit in Alert Bay auf Vancouver Island stellte sie sich die Frage, welches eigentlich ihre Wurzeln waren.

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