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Der Liebe aufs Sprüngli helfen

Gut betuchte Zürcherinnen, so der Mythos, machen im Café Sprüngli Jagd auf junge Zürcher. Wir haben das geprüft.

So wäre es falsch: Der Mythos besagt, wer das Löffelchen verkehrt auf die Untertasse setze, gebe sich zu erkennen als einer, der bei Schweinereien mit rüstigen Seniorinnen mitmache.
So wäre es falsch: Der Mythos besagt, wer das Löffelchen verkehrt auf die Untertasse setze, gebe sich zu erkennen als einer, der bei Schweinereien mit rüstigen Seniorinnen mitmache.
Thomas Burla

Alles begann mit der löblich formulierten E-Mail eines geschätzten Lesers. Es gehe um das Café Sprüngli, schrieb der Herr. «In den 80er-Jahren», notierte er weiter, «sassen im oberen Stock jeweils in den frühen Nachmittagsstunden einige betuchte ältere Damen beim Kaffeekränzchen. Hübsche junge Burschen besserten dort gern mal ihr ‹Taschengeld› auf, indem sie sich bekannt machten. Beispielsweise konnte man bis zu 300 Franken einnehmen, wenn man unter den leuchtenden Augen der Seniorin ein paarmal um den Esszimmertisch lief. Natürlich nackt und mit einem Glöckchen am ‹besten Stück› versehen. Darum meine Frage: Ist das ein Mythos?»

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