Die grosse Zukunft der
Little Big City am Hatlihill

Der Film «Die fruchtbaren Jahre sind vorbei» zeigt: Unsere Stadt könnte mit dem richtigen Wording viel mondäner sein.

The girls are going to the future: Szene aus dem Film «Die fruchtbaren Jahre sind vorbei». Foto: PD

The girls are going to the future: Szene aus dem Film «Die fruchtbaren Jahre sind vorbei». Foto: PD

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Zürich ist für uns Züri. Kurz, nahbar. Ob sich aber eine Stadt, die so klein und herzig klingt, je international behaupten kann? Kaum. Wie uns ein weltläufiges Selbstbewusstsein gelingen könnte, lässt sich beim Schweizer Kinofilm «Die fruchtbaren Jahre sind vorbei» abschauen. Im Film, der derzeit im Kosmos und Houdini mit englischen Untertiteln läuft, gibt es eine Szene, an die sich jede Zürcherin und jeder Zürcher für immer erinnern wird.

An der Langstrasse begegnet die Hauptfigur Leila ihrem früheren Hütemeitli, aus dem inzwischen eine junge Frau geworden ist. Was sie noch vorhabe, will Leila von ihr wissen. «What are you up to?» Und das einstige Hütemeitli antwortet: «We’re going to ‹Futy›.» Wir gehen in die Zukki!, in den Club Zukunft. Damit die Mondänisierung Zürichs über das Zukünftli hinausgeht, haben wir ein paar weitere Vorschläge.


The Shoppi (das Kauf): Nicht zu verwechseln mit jenem in Spreitenbach, weil teurer, edler, aufregender. Heute Abend zum Beispiel mit über 150 Singles aus 8 Kantonen. Interkantonal ist der erste Schritt Richtung International.

Schluss mit Proletenfeten: Das Shoppi am Zürcher Pelikanplatz. Foto: Archiv


Six o’ times square / Six ringing square (Sechseläutenplatz): Wie sangen schon Die Türen: Riders in the alten Uniform.

Round and round they go. Festivitäten auf dem Sechseläutenplatz. Foto: Thomas Egli


Little Big City Sea (Zürichsee): Das einzige Meer der Welt mit Trinkwasserqualität. Und vernünftigem Salzgehalt.

Schwimmende während der Überquerung des Zürcher Meeres. Foto: Patrick Gutenberg


Hatlihill (Uetliberg): Joeseph Free ist auf dem Homemountain ihr Host! Wir empfehlen eine Erkundungstour inklusive Perspektivenwechsel: hoch auf den Tower, dann zum Hiken durch die Forests. Gumpt jeden an, dieses Angebot.

Turistenmagnet Hatlihill. Foto: Urs Jaudas


Schwamhattan (Schwamendingen): Unser Distanzgefühl sagt, Schwamendingen ist nicht mehr Stadt. Unser Selbstverständnis sagt, wir sind Grossstadt, Metropole, wir sehen uns in einer Reihe mit New York, Rio, Tokio. An diesem Widerspruch müssen wir arbeiten. Ab sofort steht Schwamhattan für unser Streben nach oben.

Kein Grau weit und breit. Alltagsszene in Downtown Schwamhattan. Foto: Archiv

Benchmarket (Paradeplatz): Unser aller verehrter Bankenplatz.

Alle lieben ihn, weil alle lieben Geld. Unser Benchmarket. Foto: Doris Fanconi


Bürklyn (Bürkliplatz): Leben in Schwamhattan, arbeiten im Bürklyn, auf der anderen Seite der East Limmat. Mit der 9 oder 7 in gerade mal 30 Minuten erreichbar – kleinstädtische Distanz, immer noch.

Hier werden die richtigen Geschäfte gemacht. Markt auf dem Bürkliplatz. Foto: Reto Oeschger


D(r)owningstreet (Bahnhofstrasse): Führt runter von der Main Station an die Little Big City Sea. Wo man mit Blick auf die Swiss Alps im Kitsch ertrinkt.

Erstaunlich belebt und beliebt: unsere Drowningstreet. Foto: Johanna Bossart

Erstellt: 27.09.2019, 14:46 Uhr

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