Zum Hauptinhalt springen

Die Kunst der schnellen Verführung

Pius Walker, einstiger Shootingstar der hiesigen Werbebranche, greift wieder an. Mit Lutschbonbons und Pralinés.

MeinungEin Portrait von Adrian Schräder

Ein kreativer Werber produziert Ideen am Laufmeter. Wie ein Zauberer seine Hasen oder ein Kettenraucher seine Zigaretten zieht er sie aus der Tasche, eine nach der anderen: Ideen, Ideen, Ideen. Er kann gar nicht anders. Schwupps, und schon ist schon die nächste da. Wahnsinn.

Pius Walker, Kopf der Miniagentur Walker im Zürcher Oberdorf, räumt blitzschnell auf mit diesem Bild. «Die Idee», sagt er, als sich Journalist und Werber freitagnachmittags in seinen kleinen, rot gestrichenen Räumen an der Blaufahnengasse gegenübersitzen und sich der aufkommenden Müdigkeit einer langen Arbeitswoche mittels angeregtem Gespräch erfolgreich entziehen, «die Idee als plötzliche Eingebung ist ein Mythos. Meine Arbeit basiert nicht auf genialen Einfällen.» Und dann, nach kurzer Pause: «Ich kenne auch keinen Werber, den ich für ein Genie halte.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen