Zum Hauptinhalt springen

Die Schneiderin in der Europaallee

Mehr als eine Woche näht Eva Bräutigam in ihrem neuen Geschäft an einem Massanzug. Nebenher engagiert sie sich im Zentrum Juch für Asylsuchende.

Bereit zur Anprobe: Eva Bräutigams von Hand genähte Kleidungsstücke müssen exakt sitzen. Foto: Doris Fanconi
Bereit zur Anprobe: Eva Bräutigams von Hand genähte Kleidungsstücke müssen exakt sitzen. Foto: Doris Fanconi

Je mehr der weissen Leuchtbuchstaben über der Tür ihres neuen Ladens leuchteten, desto stärker wurde das Gefühl, am neuen Ort angekommen zu sein. Fortan sollte ihr Name am neusten ­Gebäude der Europaallee prangen, von der Lagerstrasse und gar von den Gleisen sichtbar. Wäre es ein gewöhnlicher Name, er würde nicht auffallen. Aber «Eva Bräutigam» sticht ins Auge. Genau deshalb kennt seit April halb Zürich ­ihren Schriftzug. Sie habe lange nach einem Namen für ihr Geschäft gesucht, aber ihr eigener schien ihr schliesslich am passendsten. Inzwischen hat sich die 31-Jährige an die Buchstaben gewöhnt und freut sich, dass ihr Name Kunden anlockt. Zuweilen auch solche, die sich nach der Brautmode erkundigen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.