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Die Unschuld vom Ländle

Moritz Schädler surft in wunderschönen Lo-Fi-Popsongs ganz knapp über der Realität. MoreEats, der Musiker mit Liechtensteiner Wurzeln, plant, das zu ändern: Irgendwann will er die Dinge beim Namen nennen.

«Wenn ich zu genau weiss, was während eines Auftritts passiert», sagt Moritz Schädler, «dann langweile ich mich.» Foto: Urs Jaudas
«Wenn ich zu genau weiss, was während eines Auftritts passiert», sagt Moritz Schädler, «dann langweile ich mich.» Foto: Urs Jaudas

Sonntagabend im Restaurant Nordbrüggli in Wipkingen. Vor dem Journalisten steht die zweite Stange. Der Gesprächspartner, der selbst ernannte «Fürst of Pop», lässt auf sich warten. Zeit, um über sein Wirken nachzudenken: Wenn man die Musik von Moritz Schädler alias MoreEats nur oberflächlich auf sich einwirken lässt, hat man das Gefühl, den ganz grossen Popschmus aufgetragen zu bekommen. Der Gesang ist ein konstantes Raunen, jeder Ton scheint ewig weiterzuschwingen, alles spielt sich auf Wolken ab. Es tauchen Airports und Wartehallen auf, Babys kommen an und fliegen ab, erfrischendes Orangina wird getrunken, Tagträume gelebt.

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