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Heimweh nach Marseille

Auf der ersten Etappe ihres Trips nach Afrika verlässt unsere Autorin ihre zur Liebe gewordene Sommerresidenz – und reist, viele Gedanken wälzend, nach Genua.

5. Etappe: Die Pannenfähre am Hafen von Porto Empedocle.
5. Etappe: Die Pannenfähre am Hafen von Porto Empedocle.
Erika Burri
Flüchtlingszelte beim Hafen von Augusta.
Flüchtlingszelte beim Hafen von Augusta.
Erika Burri
Wo ist Marseille?
Wo ist Marseille?
Erika Burri
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Wenn Sie denken, ich hätte in Marseille ja einfach auf die Fähre steigen können, haben Sie recht: 20 Stunden dauert die Überfahrt bis Tunis. Ich würde aussteigen, et voilà: Afrika läge mir zu Füssen. Ein Kontinent, den ich bisher nur aus Erzählungen kenne. Und aus den Nachrichten. Es sind selten News, die mein Herz erwärmen. Es geht meist um Krieg, Radikalisierung und Desorientierung nach anfänglich hoffnungsvollen Revolutionen. Und jetzt, im Sommer, fast täglich Meldungen von Menschen, die sich Schleppern anvertrauen (die die eigene Moral längst im Meer versenkt haben), sich in lottrige Boote setzen, weil sie Afrika um jeden Preis verlassen wollen. Es waren noch nie so viele wie 2014. Über 80'000 haben es laut offiziellen Angaben geschafft . . . Wie viele bei der Überfahrt gestorben sind, weiss niemand.

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