Immer Champagner im Kühlschrank

Schriftsteller Martin Suter über den Inhalt seines Kleiderschranks, Angeber und das Glück.

Martin Suter vergnügt sich und seine Leserinnen und Leser neuerdings auf martin-suter.com. Foto: Urs Jaudas

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Wo zeigt sich Ihre Eitelkeit?
Zum Beispiel an dem, was ich nicht trage: Sneakers, Shorts, Bart.

Was ist immer in Ihrem Kühlschrank?
Ich besitze keinen persönlichen Kühlschrank. Aber im familieneigenen findet man immer Früchte, Gemüse, Eier, Käse und Kohlensäurehaltiges. Also Mineralwasser und Champagner.

Welches Talent hätten Sie gern?
Ich unterscheide zwischen Talent und Können. Ich bin zum Beispiel ein talentierter Pianist, kann aber leider nicht Klavier spielen.

In welcher Situation wären Sie lieber eine Frau?
Mir gegenüber.

Das liebste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?
Wenn ich das nur wüsste. Dann würden dort nicht so viele hängen.

Wann haben Sie bedauert, Ihr Handy nicht ausgeschaltet zu haben?
Gestern, 18.14 Uhr, Guatemala-Zeit.

Wohin gehen Sie in der Stadt, wenn Sie allein sein wollen?
Wenn ich allein sein will, mache ich einen grossen Bogen um die Stadt.

Eindrücklichste Zürcher Figur, lebend oder tot?
Am meisten beeindrucken mich Figuren, die nicht versuchen, mich zu beeindrucken. Davon gibt es auch in Zürich ein paar. Aber ich führe keine Rangliste von ihnen.

Wie lange brauchen Sie nach den Ferien, bis Sie sich in Zürich das erste Mal nerven – und worüber?
Meistens dauert es nicht lange. Und immer über die, die sich für die eindrücklichsten Zürcher Figuren halten.

Wann haben Sie das letzte Mal getanzt?
Als ich über meinem Stehpult diesen Nagel einschlagen wollte.

Wann findet einen das Glück?
Circa neun Monate vor der Geburt.

Haben Sie schon gemeint, Sie sterben, und was ist Ihnen dabei eingefallen?
Das meine ich nicht nur, das weiss ich. Und immer fällt mir dabei ein: bitte noch nicht.

Welchen Sinn sehen Sie darin, Kinder auf die Welt zu bringen?
Den, zu verhindern, dass die Menschheit ausstirbt.

Erstellt: 30.06.2019, 21:01 Uhr

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