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«Ich würde ‹Wahmsinn› schreiben»

Willy Nachdenklich hat massgeblich zur Verbreitung des letztjährigen Jugendworts «I bims» beigetragen. Foto: Matthias Kimpel (Imago)

Willy, ich nehme an, du bist ein Fan der deutschen Sprache.

Nur ein Sprachliebhaber kann das Deutsch so gezielt verhunzen. So wie Helge Schneider wissen muss, was lustig ist, um die Pointe gekonnt zu verfehlen.

«Als meine Posts dann von Jan Böhmermann oder Elias M’Barek geteilt wurden, hat das Ganze eine Eigendynamik entwickelt.»

Du machst dich über – Achtung! – Pseudo-Poesiealbum-Poesie lustig.

Man könnte dir Verunstaltung des Deutsch vorwerfen.

Wer sind denn deine Follower?

Quatsch. Das trifft es ganz gut, oder?

«Wenn ich zu lange brauche, um auf einen Spruch zu kommen, dann wird das nichts.»

Wie kommst du zu deinen Sprüchen?

Tönt gar nicht mal so ausgefuchst.

Sprüche wie «Der Amerzonas ist der meiste Fluss der Welt» ...

«Einige meinen zwar, je mehr Fehler, desto besser – was ich gar nicht finde.»

Als Grosshandelsfachmann warst du also im falschen Job?

Schau, ich habe dir dieses Bild von ein Bild von Wolfgang Petry als Hommage geschickt: «Das ist 1 Wahnsinn von Gefühlen her ­gesehen.» Korrekt?

Ein Sakrileg. In den Kommentaren zu deinen Posts wirst du immer kopiert.

«Wenn ich mal nicht weiss, wie man ein Wort schreibt, ist das egal. Das ist schon sehr komfortabel.»

Du hast eine tiefe Hemmschwelle und keine hohen Ansprüche. Richtig?

Du bist auch ein Zeitgeistphänomen: Du hast mit Mist Erfolg.

Sind das Sich-lustig-Machen oder die Verballhornung eine Art Therapie?

Sollte man das Leben weniger ernst nehmen?