Faber träumt von Schmuddelheftli, Gülsha von der Revolution

Bekannte Zürcherinnen und Zürcher verraten Tagesanzeiger.ch/Newsnet ihre Träume.

Träumt von einer Generation mit offenen Augen und wachem Geist: Moderatorin Gülsha Adilji

Träumt von einer Generation mit offenen Augen und wachem Geist: Moderatorin Gülsha Adilji Bild: Raisa Durandi

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Gülsha Adilji Autorin und Moderatorin

Mein Traum ist eine Generation mit offenen Augen und wachem Geist, eine Generation, die fähig ist, überholte Systeme zu erkennen, und bereit zur Revolution. Aus dem Weg geräumte sperrige Vorstellungen und so Platz für das 21. Jahrhundert. Das grosse Erwachen und die Subversion sind mein Traum.

Lara StollSlam-Poetin und Autorin

Ich träume immer sehr viel und meist sehr durchgeknalltes Zeug. Seit einigen Wochen interessanterweise oft von Pferden. Mal bin ich eines, mal rede ich mit einem. Immerhin habe ich auf einer Traumdeutungshokuspokus-Internetseite recherchiert: Pferd = Freiheitsgefühl oder so ähnlich. Evergreens sind auch postapokalyptische Szenen. Oft werde ich erstochen, an derselben Stelle gerespawnt und nochmals erstochen.

Walter BellerBauunternehmer und Glamourgatte

Ich träume von meiner Frau Irina. Manchmal als Sommertraum, manchmal als Albtraum.

Hermann Burgermeister Pensionierter FCZ-Masseur und als solcher eine Legende

Ich träume immer von einem Tag mehr. Im meinem Alter ist eigentlich nur eine Sache wirklich wichtig: dass ich gesund bleibe und jeden Tag etwas unternehmen kann.

Patrick Frey Komiker und Autor

Früher träumte ich, dass endlich etwas passiert, etwas Unwahrscheinliches. Meist ging es dabei im weitesten Sinne um Frauen. Aber nun schaue ich durch die erleuchteten Blätter eines Nussbaums in den Sonnenuntergang und träume davon, dass nichts passiert, weder, dass irgendein Idiot eine Rakete abfeuert, noch, dass mich eine Mücke sticht.

La Lupa Sängerin

Ich träume davon, hinter den Traum zu schauen, den wir Leben nennen.

Min Li MartiSP-Nationalrätin

Ich träume ab und zu, dass ich Superkräfte habe oder fliegen kann. Allerdings funktionieren die Kräfte nicht richtig. Ich fliege nur einen Meter über Boden, und die Superkräfte lassen mich im Stich, wenn es brenzlig wird.


Yonni Meyer, Comedienne: Ich träume den Traum. Schon viele, viele Jahre. Den Traum einer anderen Welt. Den Traum einer schöneren, einer friedlicheren, ja, einer besseren Welt. Den Traum einer Welt, in der es endlich ganze Tafeln aus Pralinato-Schoggistängeli-Schoggi gibt. Foto: Samuel Schalch

Urs Ledermann, Immobilienunternehmer

Ich träume davon, am Strand in der Toskana mit Sonnenschein ein gutes italienisches Essen in interessanter, anregender Gesellschaft zu geniessen. Dabei ein Glas kühlen Roséwein zu trinken und die Füsse im Sand spielen zu lassen.

Anne-Sophie Keller Autorin

Ich träume von Paris. Immer und immer wieder. Von weissen Häusern, silbernen Dächern, weiten Boulevards. Vom Laub auf dem Cimetière du Père-Lachaise. Von Spaziergängen an der Seine in alten Ballerinas. Von Musikern unter meinem Fenster. Von Himbeermacarons und dem Glanz der Tage.

FaberMusiker

Ich träume davon, einen Kiosk zu haben. Am Morgen kommen meine Freunde zum Kaffee, am Abend zum Apéro. Wir diskutieren über die Schweiz, fragen uns, weshalb Usain Bolt nicht nur schnell, sondern auch cool war, und reden über die Liebe. Dazwischen verkaufe ich Tabak, Süssigkeiten und Schmuddelheftli.

Frank Baumann Autor und Direktor des Humorfestivals Arosa

Ich träume davon, dass wieder mehr Zeit zum Träumen bleibt. Dass die Leute sich wieder auf ein Bänkli setzen und nichts tun. Dass sie in die Welt hinausschauen und nicht auf ihr Smartphone starren. Dass der Moment der Kontemplation zurückkehrt, der den Menschen in der Stadt irgendwie abhandengekommen ist.

Christian Gamp Gründer von Radio Gds.fm und Geschäftsführer Sender-Bar

Ich träume am liebsten von den guten alten Zeiten. Als Benzin noch bezahlbar war, als Staatschefs noch unterhaltsam tweeteten, als Livemusik noch mit Laptops gespielt wurde, als das Koch-Areal noch nicht zubetoniert war, als noch jede WG einen Plattenspieler hatte, als wir in unserem Miniclub wie Teenager die Nächte durchtanzten. Das waren die guten alten Zeiten. Damals wurde ich sogar im Tagi zitiert. Gspunne!

Erstellt: 20.08.2017, 19:48 Uhr

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