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Übermutter der Wohnungssuchenden

Es gibt Wohnräume, die auf keinem Immobilienportal ausgeschrieben sind, dafür vielleicht auf Nadia Looslis Newsletter. Sie möchte, dass jeder in Zürich ein Zuhause findet.

Sie tröstet, motiviert, hilft: Nadia Loosli lancierte in den 90er-Jahren ihr Immomailing. Foto: Dieter Seeger
Sie tröstet, motiviert, hilft: Nadia Loosli lancierte in den 90er-Jahren ihr Immomailing. Foto: Dieter Seeger

Ihr Mann starb, sie wurde depressiv, verlor den Job, danach die Wohnung. Sie musste eine neue suchen. Nach 30 Absagen schrieb die Frau eine verzweifelte Mail an die Frau, die gerade Schaum für einen Cappuccino schlägt: Nadia Loosli. «Ich nehme mir gern Zeit für meine Abonnenten», sagt sie. Sie fühle sich mit den Suchenden verbunden, denn in Zürich eine Wohnung zu finden, sei hart. Die 43-Jährige weiss, wie es sich anfühlt, wenn man im Treppenhaus Schlange steht, obwohl man 30 Minuten früher zum Besichtigungstermin angetreten ist, als Fünfzigste die Türschwelle überschreitet, sich ein Formular schnappt und es am gleichen Tag abschickt, im Wissen, dass schon wieder eine Absage kommen wird. Oder nicht mal die, auf jeden Fall aber eine Enttäuschung.

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