Die elf ehrlichsten WM-Tipps für Zürcherinnen und Zürcher

Damit Sie richtig parat sind: Tipps, Tricks und ein bisschen Service.

D e r Experte schlechthin. Und das schon lange: Gilbert Gress, aufgenommen im Mai 1987.

D e r Experte schlechthin. Und das schon lange: Gilbert Gress, aufgenommen im Mai 1987. Bild: Keystone

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1 – Am richtigen Ort sein
An der WM ist Qualität sekundär. Man schaut jedes Spiel und säuft sich das Gekicke notfalls schön. Es ist also niemals die Frage, ob man das Spiel schaut (denken wir an die Knüller Marokko - Iran oder Panama - Tunesien. Oder nur schon an das Eröffnungsspiel), sondern, wo. Und da haben wir die perfekte Bedienungsanleitung zur perfekten WM-Bar für Sie.

Aus einem Kuhstall im Hirzel wird eine WM-Bar. Foto: TA

2 – Am richtigen Ort schauen
Wer Fussball in der Masse geniessen will, dem sei ein Public Viewing empfohlen. Die Stadt hat alle möglichen und unmöglichen Orte zusammengestellt, an denen eine Grossleinwand hängt. Veranstaltungen, Zürich, Schweiz.

3 – Die richtige Nebensache
Wer Fussball mag, aber Fernsehen nicht so wahnsinnig, der mische sich zum Beispiel am Sonntagabend, 20 Uhr, einen Caipirinha nach Betty Bossi. Ab und zu, klar, schielt man auf den Fernseher schräg gegenüber und liest diesen wunderbaren Artikel, eine Ode an Brasilien und seine Menschen: «Der brasilianische Stürmer Carlos Kaiser konnte vieles – nur nicht Fussball spielen.» Wer noch mehr von Kaiser erfahren will: Er erzählt seine Geschichte in diesem Film hier:

4 – Der richtige Fernseher
Wenn schon Home statt Public Viewing, dann auf dem passenden Gerät. Kollege Schüssler hat zusammengetragen, worauf Sie achten müssen. Warnung: Es gibt Menschen, die sagen, die Länge der Bildschirmdiagonale lasse auf den IQ schliessen. Umgekehrt proportional. Das sind böse Menschen, sicher, aber auch die haben manchmal recht.

Das Endspiel von Bern in der Ausstellung zur Weltmeisterschaft von 1954 im Deutschen Fussballmuseum. Foto: Keystone

5 – Richtige Kunst
Glaubt man den Expertinnen und Experten, dann ist von russischer Fussballkunst aktuell nicht viel zu halten. Wie es um die russische Kunst steht, lässt sich zum Beispiel in der Galerie Nadja Brkyna gleich beim Hallenbad City besichtigen. Aktuell sind Werke von Juri Zlotnikow zu betrachten.

6 – Richtig viel Mayo
Russischen Salat, sagt unser Gastro-Experte Daniel Böniger, esse man zu Hause. Wenn überhaupt! Das Geheimnis des guten russischen Salats sei imfall Mayonnaise. Richtig viel Mayonnaise, wie Bönigers Kollegin Nina Kobelt schreibt.

Mehr Mayonnaise für ein Mehr an Genuss. Foto: iStock

7 – Richtig smalltalken
Zürich ist eine Weltstadt. Entsprechend durchmischt ist auf der einen Seite die Zürcher Bevölkerung und auf der anderen Seite die Urzürcherin, der Urzürcher. Und da der Gesprächseinstieg der schwierigste Teil des Smalltalks ist, haben wir Ihnen ein kleines Handbuch des gepflegten Fussballschwatzes zusammengestellt. Wer die Sache ernsthafter, faktennäher, umfassender angehen will, den verweisen wir an die Kollegen vom «Guardian»: Wahnsinn, was die hier gemacht haben. Alle Teams, alle 736 Spieler, einfach alles.

8 – Richtig mitsingen
Jetzt wird WM-musikalisch nur noch Schrott publiziert, finden Sie? Dieser Ansicht kann man sein. Kollege Pascal Unternährer (er trägt heute passend ein Shirt von der EM 2016) präsentiert hier seine drei besten WM- und EM-Songs. Hymnen!

The Lighthning Seeds: «Football's Coming Home» (EM 1996)

Gianna Nannini/Edoardo Bennato: «Un Estate Italiana» (WM 1990)

Baschi: «Bring en hei» (WM 2006)

9 – Richtig hupen
Hupen nervt. Aber es gehört zur Fussball-WM wie die Raketenglace zur Badi. Wir müssen also hupen, aus Rücksicht wollen wir aber schön hupen. Welches Auto hat den schönsten Hupton? Auf Motor-Talk.de wird vom Golf III abgeraten – «erinnert an eine Faschingströte».

Autocorso! Lärm! Abfahren! Foto: TA

10 – Richtig (also angemessen) jubeln
Wie jubelt man eigentlich korrekt? Sehr zürcherisch (wenn auch nicht hier erfunden) scheint uns diese Variante, auf die uns Kollege Thomas Wyss vor dem Champions-League-Final aufmerksam gemacht hat.

So sieht gepflegte Freude über einen Sieg an der WM aus. Foto: Keystone

11 – Richtig bewilligt feiern
Für den Fall, dass die Schweiz in einem Monat im WM-Final steht, haben wir im Namen der Bevölkerung schon mal das Gesuch um eine Freinacht bei der Stadt eingereicht. Die Chancen, dass wir den Titel in Moskau holen, stehen gemäss den Buchmachern nicht so schlecht: 1:126 (Stand Donnerstag, 9.19 Uhr) (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 14.06.2018, 11:53 Uhr

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