Zehn zentrale Kraftausdrücke

Bootcamp, Calisthenics, Muscle-up: Ohne grundlegendes Vokabular ist es schwierig, in der Outdoorfitness-Szene.

Draussen trainieren macht mehr Spass: Arnold Schwarzenegger am Muscle Beach in Los Angeles. Foto: Akg-Images, Album

Draussen trainieren macht mehr Spass: Arnold Schwarzenegger am Muscle Beach in Los Angeles. Foto: Akg-Images, Album

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

  • Exercise, the (die)

Englisch ist die Amtssprache dieser ­Szene. Klimmzüge? Macht keiner mehr, Pull­-ups sehr wohl, ebenso Push-ups (Liegestützen), Sit-ups (Rumpfbeugen) oder Deadlifts (Kreuzheben). Das Vokabular zeigt: Diese Bewegung orientiert sich in ihren Bewegungen nach oben.

  • Philosophie, die

Outdoorfitness sei ziemlich das Gegenteil von Bodybuilding und Training im Gym, findet Jenny Lohrer von Survival Fitness. Sie arbeitet seit rund fünf Jahren als Personal Trainer, leitet Bootcamps und trainiert mit ihren Kunden im Wald. «Du machst das für dich und nicht, um gesehen zu werden», sagt sie. Natürlich ist das Aussehen wichtig – aber verbunden mit dem Erlebnis und einem guten Gefühl. Kommt hinzu: «Draussen trainieren ist verspielter.»

  • Bootcamp, das

Das Bild: Drillmaster schlaucht Fitnesssoldaten. «Nicht mein Ding», sagt Jenny Lohrer. Es sei hart, streng, fordernd, das schon. Sie aber versuche zu motivieren, ihr gehe es in den Bootcamps darum, gemeinsam etwas zu erreichen. Der Hype sei abgeklungen, das Bootcamp bei Leuten, die den ganzen Tag im Büro sitzen, aber noch sehr beliebt.

  • Calisthenics, the (die)

Tönt auf Deutsch unsexy und auch etwas unsportlich: Kalisthenie, Training nur mit dem Körpergewicht. Dazu Wikipedia: «Verschiedene Calisthenics praktizierende Gruppen formten den Begriff Street Workout oder Ghetto Fitness.»

  • T-Rex, der

Wird dieses Fitnessgerät je aussterben? Jedenfalls wissen wir von fitnessbesessenen Touristen, die ihren T-Rex, der sich TRX schreibt, auf ihrer Europa­reise immer dabeihatten. Am Schlingentrainer, wie er auf Deutsch heisst, lassen sich laut Hersteller mehr als 300 Übungen praktizieren.

  • Burpee, das

Die ultimative Übung bis zur endgültigen Erschöpfung. Jenny Lohrers Lieblingsübung dazu: von der Liegestütze in den Stand, aufspringen und wieder von vorne. Für Lohrer eine Übung fürs ganze Leben. Sie helfe, bis ins hohe Alter beweglich und stabil zu bleiben.

  • Pumpen, das

Der Begriff darf keinesfalls fehlen, nur schon, weil er ein Überlebender der Anglifizierung dieser eigentlich urschweizerischen Bewegung ist (siehe Vita).

  • Muscle-up, das

Die Klimmzugvariante für Fortgeschrittene. Man zieht sich an der Stange hoch und drückt anschliessend gleich die Hüfte bis auf Höhe der Stange.

  • Vita, die

Der Versicherungskonzern existiert schon lange nicht mehr. Geblieben sind die Vitaparcours – auf städtischem Gebiet gibt es acht Stück, darunter den Ur-Parcours, 1968 in der Fluntern eröffnet. Dazu kam es, weil die Männerriege Wollishofen auf ihren Waldläufen auf umgefallenen Baumstämmen trainierte – blöderweise räumten Waldarbeiter sie immer wieder weg.

  • Tattoo, das

Gehört dazu, glaubt man den Bildern und Videos im Netz. Nicht direkt, findet Jenny Lohrer. Fitness und Tätowieren hätten aber Gemeinsamkeiten: Es gehe um ein Körperbewusstsein, um das Gestalten respektive Modellieren des eigenen Körpers.

Erstellt: 07.08.2019, 08:27 Uhr

Wir Szenis: Die Pumper (1/3)

Mittelalterfreaks, Outdoorsportlerinnen, Markensammler, Blüttler: Während der Sommerferien tauchen wir in Zürcher Szenen ein und beleuchten sie von ­verschiedenen Seiten. Bleiben Sie à jour unter www.szene.tagesanzeiger.ch.

In Zahlen

68

Klimmzüge in einer Minute: Weltrekord des Amerikaners Adam Sandel.

1124

Klimmzüge in einer Stunde: Weltrekord des Tschechen Jan Kares.

2

Zürifit-Anlagen gibt es in der Stadt.

Artikel zum Thema

Hier trifft sich die Zürcher Pétanque-Szene

Serie Viele Boulomanes spielen auf der Josefwiese im Kreis 5. Beim Plauschturnier erzählen sie von ihrer Faszination für das Spiel. Mehr...

Szeni oder nicht sein

Serie Die Stadt Zürich hat mehr Szenen als Einwohner. Jede hat ihre Codes, keine verzeiht einen Fauxpas: Der Prolog zur Bellevue-Sommerserie. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Paid Post

1000-Sterne-Hotel: unterwegs mit dem Zelt

Outdoorfeeling pur! Alena Stauffacher, begeisterte Bergsportlerin, erzählt von ihren Camping-Erfahrungen.

Kommentare

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Die Welt in Bildern

Spielvergnügen: Kinder spielen in einem 20'000 Quadratmeter grossen und zwei Kilometer langen Maislabyrinth bei «Urba Kids» in Orbe, Waadt. (22. August 2019)
(Bild: Laurent Gillieron) Mehr...