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Besuch beim Klärmeister in seinem erneuerten Betrieb

Die Angestellten der Abwasserreinigungsanlage Thalwil zeigen am Samstag der Bevölkerung, wie deren Dreck gereinigt wird.

Thalwil – Von aussen sieht man keine Veränderung. Die Abwasserreinigungsanlage (ARA) steht immer noch an der Seestrasse 57. Ihre Fassade ist nicht mehr die frischeste. Kein Wunder – vor über 40 Jahren wurde die Anlage in Betrieb genommen. Im Innenraum der Anlage aber hat sich in den letzten Monaten einiges getan. Alle elektrischen Installationen, die Steuerungsanlage und das Prozessleitsystem mussten wieder auf den aktuellen Stand gebracht werden. Ein schwieriges Unterfangen, das fünf Millionen Franken kostete. An den Kosten haben sich auch die beiden Nachbargemeinden Rüschlikon und Oberrieden beteiligt, die von jeher vertraglich an die Anlage angeschlossen sind. «Jetzt wollen wir der Bevölkerung zeigen, was aus dem Geld geworden ist», sagt Roman Ebneter, Betriebsleiter und Thalwiler Gemeindeingenieur. Darum findet am Samstag ein Tag der offenen Tür statt. Das Herzstück Betriebsleiter Ebneter zeigt sich bei einem Rundgang durch den Betrieb erleichtert, kam es doch bei den Erneuerungsarbeiten zu keinen Zwischenfällen. «Der Prozess war heikel. Es handelte sich um das Herzstück der Anlage», sagt er. Stück für Stück wurde ans neue System angehängt. Diese Arbeiten wurden jeweils von Montag bis Donnerstag ausgeführt. Freitag war als Reservetag reserviert. «Wir brauchten während der dreimonatigen Phase keinen einzigen dieser Freitage. Es lief wirklich rund», sagt Ebneter ein wenig stolz. Nun sei die Anlage wieder gerüstet, jeden Tag rund um die Uhr zuverlässig das Abwasser zu reinigen. Für die fünf angestellten Personen (vier Klärwerkfachmänner und eine Reinigungskraft) haben sich viele Prozesse vereinfacht. Im neuen grosszügigen Steuerungsraum kann auf zwei Computerbildschirmen das ganze System abgerufen werden. Mit wenigen Mausklicks kann eine Pumpe ein- oder ausgeschaltet, eine Schleuse geöffnet und geschlossen werden. Läuft irgendein Aggregat des Reinigungsprozesses nicht mehr korrekt, zeigt der Computer die Fehlerstelle rot an. Es ist dann Aufgabe der Klärwerkfachleute, die Ursache herauszufinden und den Fehler zu beheben. Die Abwasserreinigungsanlage leistet Grosses. Über 200 Liter Dreckwasser pro Sekunde fallen an. Pro Tag sind das bei rund 21 000 Einwohnern in den drei Gemeinden 11 500 Kubikmeter Abwasser. (led) Tag der offenen Tür, Samstag von 10 bis15 Uhr, Abwasserreinigungsanlage, Seestrasse 57, Thalwil. Jedem Gast wird ein Getränk und eine Wurst vom Grill offeriert.

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