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Blei im Neuforst wird bald entsorgt

Das Erdreich des Kugelfangs der Schiessanlage Neuforst in Oberrieden ist mit Blei durchsetzt. Das giftige Metall gefährdet eine nahe Quelle.

Von Marco Morosoli Oberrieden – Fast 90 Jahre lang landeten Munitionsreste in der Oberriedner Schiessanlage Neuforst im Bereich der Zielscheiben im Erdreich. Sie enthalten giftiges Blei und Antimon. 1996 wurde zwar auf der 300-Meter- wie auch der 50-Meter-Anlage ein künstlicher Kugelfang installiert, die gesundheitsgefährdenden Stoffe blieben jedoch im Boden. Jetzt müssen die gefährlichen Altlasten auf dem Gelände entsorgt werden. Das Baugesuch liegt zurzeit öffentlich bei der Gemeinde Oberrieden auf. Es geniesst höchste Priorität. Die Altlast im Neuforst unterhalb der Autobahn A 3 muss bis Ende 2012 entsorgt werden. Der Grund für die Eile: Eine Grundwasserquelle liegt im Bereich dieser Schiessanlage. Dies bestätigt der Oberriedner Gemeindeschreiber Thomas Dischl. «Es ist davon auszugehen, dass früher oder später Schadstoffe aus den natürlichen Kugelfanganlagen in den betroffenen Quellfassungen auftreten werden», sagt Thomas Maag, Sprecher der Baudirektion des Kantons. Dies gelte es zu verhindern. Um die konkrete Gefahr für das Grundwasser auszuräumen, müssen 375 Kubikmeter Boden im Neuforst entfernt und fachgerecht entsorgt werden. Bund beteiligt sich an Kosten Die Kosten für die Sanierung betragen gemäss Projektunterlagen rund 220 000 Franken. Der Gemeinderat Oberrieden kann den Kredit ohne Bewilligung der Gemeindeversammlung sprechen. Es handelt sich um eine gebundene Ausgabe. Die Gemeinde hat denn auch bereits im Budget 2011 Geld für die Sanierung der Schiessanlage Neuforst reserviert. An den Kosten für die Altlastensanierung beteiligt sich auch der Bund. Er bezahlt pro Scheibe einen Betrag von 8000 Franken. Im Neuforst hatte es früher deren zwölf. Die Schiessanlage im Neuforst ist die Einzige im Bezirk Horgen, die in die erste Priorität eingeteilt wurde. Die anderen Schiessplätze sollen bis 2020 von den giftigen Munitionsresten gesäubert werden.

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