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Breite Palette an Hochformatigem

Die Weihnachtsausstellung der Künstlergruppe Uster bietet eine bemerkenswerte Vielfalt an Bildern und Plastiken. Ausstellungsort ist die Villa am Aabach.

Von Elisabeth Bitterli Uster – Für die diesjährige Weihnachtsausstellung hat die Künstlergruppe Uster die Villa am Aabach mieten können. Das ist bemerkenswert, ist doch die Villa als städtische Galerie nicht mehr in Betrieb. Viele Künstler und Vernissagebesucher bedauerten denn auch, dass die Villa nach Ablehnung des Kredits für einen dreijährigen Betrieb als städtischer Ausstellungsraum geschlossen wurde. Nach dem Aus der Villa als Galerie fand die Künstlergruppe auf dem Areal des Zeughauses Unterschlupf. Seit der Vergrösserung der Zeughaus-Bar existieren jedoch feuerpolizeiliche Auflagen, die für Kunstausstellungen Einschränkungen mit sich bringen. Hansruedi Meyle forderte in seiner kurzen Ansprache Nicolas Vionnet, seinen Nachfolger als Sprecher der Künstlergruppe, auf, sich dafür einzusetzen, dass die Weihnachtsausstellung auch im kommenden Jahr in der Villa stattfinden kann. Vielfalt im Hochformat Die diesjährige Weihnachtsausstellung steht unter dem Motto «Hochformat». Was zu diesem Thema unter den Händen der Künstlerinnen und Künstler entstand, ist äusserst vielfältig. Von Raum zu Raum erhält sich die Spannung. Jurij Kolb nennt sein Werk «Ungleichung». In drei Holzrahmen befinden sich zahlreiche Joghurtgläser mit Deckel. Teils sind die Gläser leer, teils enthalten sie eine Blume, einen Apfelschnitz, einige kleine Tomaten, Fruchtsaft und anderes. Publikumsmagnete an der Vernissage waren François Aebersolds auf Hartfaser gemalte Öl-Bilder unter dem Titel «Olivenhain» und die Kreationen von Ursula Conz. Ihre fünfteilige Konstruktion aus kleinen Kunststoffstückchen auf Blech in verschiedenen Farben trägt den Titel «Spitzfindig.» Milly Schmid schuf mit «Einkehr» ein zartes, meditatives Bild, während sie mit «Auftrieb» einen starken Kontrast dazu setzt. Sabine Büchi bezeichnet ihre mit Öl auf Leinwand gemalten fröhlichen Bilder schlicht mit Buchstaben. Leo Willimanns Bilder wecken Feriengefühle. Der Duft des zu Ende gegangenen Sommers umweht seinen «Eingang von Malven umhüllt». Die Plastik «E Hampfele Nägel» aus Blech und bemaltem Holz von Yvonne Escher steht im Foyer, wo gleich beim Eingang auch Hansruedi Meyles schwarz-weisse Fotos einer mehrteiligen Serie knorriger Olivenstämme eigentliche Blickfänge sind. Ebenfalls Schwarzweissfotos stellt Dani Fritschi aus. Er überrascht mit ungewöhnlichen Motiven aus dem Klöntal, während Marianne Theis eine Reihe Mehrfarbenradierungen präsentiert. Von Esther Kohler stehen im Parterre mehrere Skulpturen aus Stein, Metall und Holz, eine Gruppe unter dem Titel «Alle meine Frauen». Ebenfalls im Erdgeschoss sind Rebecca Gueissaz’ «Struktur II, IV, V» zu sehen. «Beschwingte Mischtechnik» ist Sybil Kamms Beitrag zum «Hochformat». Nicolas Vionnets Bild «Unwetter», mit Acryllack und Sprühfarbe auf Leinwand gebracht, zeigt einen höchst untypischen Sturm: Das Werk ist in fröhlichen, hellen Farben gehalten. Ausstellung «Hochformat» der Künstlergruppe Uster in der Villa am Aabach bis Sonntag, 21. November. Geöffnet jeweils Montag bis Freitag von 16 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Künstlerapéro am Sonntag, 14. November, ab 11 Uhr. Die Weihnachtsausstellung der Künstlergruppe in der Villa am Aabach wartet mit etlichen Blickfängen auf. Foto: Nathalie Guinand 62 % 3sp,4f, vernissage von Arburg, 8264

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