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Bürger füllen leeren Raum

Das Küsnachter Ortsmuseum fordert die Bevölkerung auf, einen leeren Raum mit Anregungen, Wünschen, Erinnerungsstücken, Texten und Fotos zu füllen.

Von Bettina Bernet-Hug Küsnacht &endash Den Küsnachtern wird im kommenden Jahr im Ortsmuseum ein Raum zur Verfügung gestellt, den es ab morgen mit Inhalten zu füllen gilt. Bis zum nächsten Frühling, wenn die neu gestaltete Dauerausstellung über die Geschichte von Küsnacht eröffnet wird, soll der Sonderausstellungsraum mit Ideen aus der Bevölkerung angereichert sein. «Was bewegt Küsnacht? Wer bewegt Küsnacht? Wohin bewegt sich Küsnacht?» sind die dem Projekt zugrunde liegenden Fragen. Wie leer der Raum bis zum Frühling bleibt, hängt vor allem davon ab, wie stark sich die Küsnachter an der Aktion beteiligen. Damit dieses Unterfangen etwas strukturiert ist, findet man im leeren Raum fünf Stationen. An der ersten Station hängt ein Stadtplan von Küsnacht aus dem Jahr 1926. Mit Pins können hier Wunschvorstellungen angebracht werden. «Es geht mir darum, zu erfahren, wie die Dorfentwicklung aus heutiger Sicht anders hätte verlaufen können», sagt die Kuratorin Elisabeth Abgottspon. An der zweiten Station hängt ein aktueller Ortsplan. Darauf können die Ausstellungsbesucher in verschiedenen Farben einzeichnen, welche Wege sie in ihrem Dorf gehen, welche Arbeitswege sie täglich zurücklegen, welche Strassen sie in ihrer Freizeit oder für den Einkauf benutzen. Im dritten Format stehen leere Bilderrahmen zur Verfügung. Hier soll mit Zeichnungen oder Kommentaren die Möglichkeit geboten werden, sich über Gutes oder Schlechtes im Dorf äussern zu können. Auf einer Fotodatenbank am vierten Posten erhält man Einblick ins Dorfleben. Erinnerungen können auf Zettel geschrieben oder direkt in die Datenbank eingegeben werden. Die fünfte Station ist ganz der Kindheit in Küsnacht gewidmet. Wer mag, kann Erinnerungsstücke, Texte, Fotos oder auch Objekte für die Ausstellung mitbringen. Auch auf Facebook geschaltet «Wir hoffen, dass wir mit dieser etwas besonderen Ausstellung nicht nur Politisches einfangen können», sagt Abgottspon. «Uns ist es wichtig, dass wir dadurch auf stimmige Art und Weise erfahren, was den Küsnachtern unter den Nägeln brennt, welche Visionen in den Köpfen präsent sind und welche Wünsche bislang unausgesprochen blieben. Kritisches ist uns genauso wichtig wie die Frage nach den Lieblingsplätzen der Küsnachter.» Die temporäre Ausstellung soll abwechslungsreich und mit aktuellen Bezügen Einblick in ein Stück Küsnachter Alltag geben. Auch auf Facebook kann das Geschehen im Museum mitverfolgt werden. Die Vernissage findet heute Abend ab 19 Uhr statt.

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