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Chilbi platzt aus allen Nähten

Die Thalwiler Chilbi platzt aus allen Nähten. Am Sonntag war das Publikum so zahlreich, dass Extrabusse gefordert wurden.

An der Thalwiler Chilbi war am Sonntagabend kaum ein Durchkommen. Nach dem sonnigen Tag zwängte sich alles zwischen den Ständen hindurch, die Bahnen waren voll besetzt. Für einmal machte die Strumpfhosen-Chilbi ihrem Namen keine Ehre: Das schöne Wetter trieb die Leute regelrecht aus dem Haus. Die Standbetreiber waren hochzufrieden. Michael Kuster, der einen Schiessstand betreute, zuckte nur mit den Schultern und zeigte auf die Menschenmasse um seinen Stand. «Bei mir wurde grossartig gewonnen», erzählt er, einen 50-Zentimeter-Teddy durfte ein erfolgreicher Schütze nach Hause nehmen.

Die Thalwiler Chilbi ist für viele etwas Besonderes. Die Besucherin Anja Christen aus Rüschlikon sagte: «Es gefällt mir, dass die Chilbi den Spagat zwischen Tradition und Moderne schafft.» Es gäbe krasse, moderne Bahnen für die Jungen und kindergerechte Karussells. Und auch die Nostalgie für die Älteren käme nicht zu kurz. So standen immer ein paar Leute um die alte, grosse Chilbiorgel herum, die gemütlich vor sich hindudelte. Auch die Skilift-Bahn war ein Nostalgie-Kandidat: Der 39-jährige Marco Widmer kennt die Bahn schon seit seiner Kindheit und findet: «Die ist ideal, wenn man Action, aber nicht kotzen will.» Schliesslich geht man ja auch an die Chilbi, um sich den Bauch mit Crêpes, Apfelringli und gebrannten Mandeln vollzuschlagen.

An zahlreichen Ständen versuchten Vereine mehr oder minder erfolgreich, ihre Kasse aufzubessern. Das Akkordeon-Orchester Rüschlikon/Thalwil/Oberrieden gehört zu den Alteingesessenen: Seit dreissig Jahren ist man an der Chilbi dabei, dieses Jahr mit einem Pfeilschiessen. Allzu kapitalistisch ging man es nicht an; selbst mit null Punkten erhielt man Süssigkeiten.

Die einzige Kritik, die im Publikum zu hören war, betraf den öffentlichen Verkehr. Da die Busse am Wochenende teilweise nur einmal pro Stunde fuhren, staute sich die Menge, und es wurde eng. «Die hätten ruhig ein paar Extrabusse einrichten können», fand deshalb Ana Stokic.

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