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Dällikon will langfristig wachsen

Lange hiess es, dass in Dällikon kein Bauland mehr eingezont werden kann, wegen des Fluglärms. Nun öffnet sich ein Türchen.

Dällikon - Nach der Gemeindeversammlung informierte Gemeindepräsident Peter Staub am Dienstagabend über die mögliche räumliche Entwicklung von Dällikon. Dabei stellte er die drei Anträge der Gemeinde zur Erweiterung des Siedlungsgebiets vor, die im Rahmen des kantonalen Richtplanverfahrens gestellt worden sind.

«Bis anhin hiess es, dass in Dällikon kein Land mehr eingezont werden kann, weil der Fluglärm die Grenzwerte überschreitet», sagt Peter Staub. Doch die Chancen, dass sich das ändert, haben sich erhöht. Der Kanton schlägt im Entwurf Teilrichtplan Flughafen vor, dass künftig auch ausserhalb der Abgrenzungslinie - das ist eine planerische Grenze - gebaut werden kann. Dies, selbst wenn die heute massgebenden Planungs-Lärmgrenzwerte dort überschritten sind. Der Entwurf befindet sich bis Ende Monat in der Revision. Künftig sollen ausserhalb der Abgrenzungslinie die weniger restriktiven Immissionsgrenzwerte zur Anwendung kommen, damit die Infrastrukturen besser genutzt werden und den Gemeinden eine Entwicklungsperspektive gegeben werden kann.

Erhöhte Chancen

«Die neue Lärmschutzverordnung erhöht unsere Chance, langfristig an Dällikon weiterzubauen», sagt Peter Staub. Diese Chance will die Gemeinde nutzen. Denn was nützt ihr Land, das sie nicht veräussern kann, um das hohe Fremdkapital von 30 Millionen Franken zu senken? So schlägt der Gemeinderat der Baudirektion vor, drei Grundstücke in den kantonalen Siedlungsplan aufzunehmen. Eines davon gehört der Gemeinde.

Volk hat das letzte Wort

Die Flächen, die eingezont werden sollen, befinden sich westlich der Baumgartenstrasse, westlich der Vortauenstrasse bis zur Dänikerstrasse sowie entlang der Vortauenstrasse ab der Buchserstrasse. Diese drei Gebiete seien gut erschlossen und nahe am Dorfkern. «Um die Chance zur Aufnahme in den Richtplan zu erhöhen, haben wir die Flächen reduziert», sagt Staub. Das vierte ursprünglich ebenfalls zur Umzonung vorgesehene Gebiet östlich der Chilenau hat der Gemeinderat nicht eingereicht. «Die Feedbacks in der Vernehmlassung waren grösstenteils negativ», sagt Staub. Zudem hatten die Nachbarsiedlungen auch schon Probleme mit Hochwasser.

Nach der Anhörung von Dällikon geht der kantonale Richtplan zurück zur Baudirektion. Diese prüft ihn und schickt ihn wiederum in die Gemeinden zur Vernehmlassung. Dann entscheidet der Kantonsrat und schliesslich der Bund über den Richtplan. Doch selbst wenn der Richtplan vom Bund abgesegnet wird, stimmt letztendlich immer noch die Dälliker Gemeindeversammlung darüber ab, ob Land in Dällikon eingezont und somit bebaut werden kann.

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