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Damit sich alle wohlfühlen

Wädenswil - Die Nutzerinnen und Nutzer sind grundsätzlich mit den öffentlichen Räumen in Wädenswil zufrieden. Das ist das wichtigste Ergebnis einer Umfrage, die zwischen Mai und Oktober bei 300 Personen vor Ort durchgeführt wurde. Die Stadt Wädenswil arbeitet mit dem Institut für Raumentwicklung der Hochschule für Technik Rapperswil (Irap) zusammen. Die Umfrage ist der erste Teil des Projektes «Platzda» (siehe Kasten). Stadtrat Philipp Kutter (CVP), Jugendkoordinator und Projektleiter Ivica Petrusic und Raimund Kemper vom Irap haben gestern den Medien die Ergebnisse der Umfrage präsentiert.

«Die Nutzung des öffentlichen Raums und die möglichen Konflikte zwischen den Nutzern ist heutzutage eines der grossen Sicherheitsthemen», sagte Kutter. Konflikte ergeben sich vor allem aus den Folgen der Nutzung, beispielsweise wegen Abfall.

Kleine Änderungen gewünscht

Die Umfrageteilnehmer sehen in den öffentlichen Räumen allerdings keine Problemzonen. Vielmehr zeigten die Nutzergruppen gegenseitiges Verständnis. Trotzdem - dies ein weiteres Resultat der Umfrage - wünschen sich die Nutzer kleine Veränderungen. Dabei geht es um zusätzliche Sitzbänke, mehr Abfalleimer sowie Sport- und Spielgeräte. «Ich habe nicht ein derart positives Ergebnis der Umfrage erwartet», sagte Kutter bei der Präsentation.

Möglich, dass das Bild etwas weniger positiv ist, wenn sich Anwohner äussern, die sich schon über Lärmbelästigungen beklagt haben (der TA berichtete). Sie sind bisher nicht speziell befragt worden.

Das soll sich nun ändern. «Im zweiten Schritt muss sich das Augenmerk nun auf die Folgen der Nutzung für andere Nutzer und die direkte Umwelt, wie die Anwohner richten», sagte Kutter. Das ist Sinn und Zweck des Begehungstages vom Samstag. Die Veranstaltung richtet sich an die Bevölkerung. Mit ihr sollen die Ergebnisse der Umfrage diskutiert werden.

Speziell eingeladen wurden die Anwohnerinnen und Anwohner der untersuchten Räume. Die Anwohner würden gebraucht, damit man sich ein Gesamtbild machen könne.

Regeln statt Verbote

Am Samstag will man vor Ort Arbeitsgruppen bilden. Diese könnten Nutzungsregeln für einen öffentlichen Raum erarbeiten. Diese Regeln sollen nicht auf Verboten basieren. Damit will die Stadt die übliche Massnahmenpalette ergänzen. Natürlich seien Reinigungsarbeiten und Polizeipräsenz weiterhin notwendig. «Wir verkünden mit unserem Projekt ja nicht das Paradies», sagte Kutter.

Die Stadt will alle Beteiligten einbinden und ruft mit der Aussage «Hier werden Sie gebraucht» zur Teilnahme am Begehungstag auf. Ziel ist es, dass sich die Menschen im öffentlichen Raum noch wohler fühlen. Das führe zu verantwortungsbewussterem Verhalten.

Begehungstag, Samstag, 31. Oktober: 9.30 Uhr: Begrüssung am Bahnhof Wädenswil. 10 bis 12 Uhr: Begehungen der Räume Bahnhof/Seeplatz, Rosenmattpark, Adlerburg/Eidmatt. 12 Uhr: Präsentation der Umfrageergebnisse im Kirchgemeindehaus Rosenmattpark. 14 bis 16 Uhr: Begehung der Räume Bahnhof Au, Untermosen und Glärnisch. 16.30 Uhr: Abschluss mit Apéro beim Quartiertreff «Lätte-Egge» Glärnisch oder in der Kulturhalle.

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