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Daniela Hänni erstattet Anzeige

Im Pfäffiker Wahlkampf gehen erneut die Wogen hoch. Unbekannte haben Plakate der Kandidatin fürs Schulpräsidium entfernt.

Pfäffikon - Die Schulpflegerin Daniela Hänni (Grüne) hat am Donnerstag Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Hänni macht Hanspeter Hugentobler (EVP) den Stuhl des Pfäffiker Schulpflegepräsidenten streitig. Sie wehrt sich mit der Anzeige gegen die Entwendung ihrer Wahlplakate. Hätten Lausbuben ihr Konterfei mit einem Schnurrbart geschmückt, würde sie darüber schmunzeln können. «Im Wahlkampf muss man eine gewisse Gelassenheit an den Tag legen. Das geht aber zu weit.» Jemand habe sich an zwei verschiedenen Orten die Mühe genommen und die Weltformatrahmen geöffnet, das Plexiglas abgenommen, ihre Plakate entfernt und die Rahmen dann wieder ordentlich verschlossen. Hänni will sich nicht zur Frage äussern, ob diese «Angriffe» ihrer Person oder der Grünen Partei gälten. «Darüber könnte ich nur spekulieren.»

Hänni hat in der Vergangenheit polarisiert. 2008 traten sieben von elf Schulpflegern zurück, nachdem der Bezirksrat eine Aufsichtsbeschwerde von Hänni in den meisten Punkten gutgeheissen hatte. Unter anderem rügte er die von einem Freisinnigen geführte Behörde wegen verschwenderischen Umgangs mit Steuergeldern.

Pirmin Knecht, Parteipräsident der Pfäffiker Grünen, vermutet hingegen, dass die Aktion gegen Hänni gerichtet ist. Er sei sich bewusst, dass sich Parteien und Behördenmitglieder, die Klartext sprechen, exponierten. «So etwas ist uns in den vergangenen Jahren aber noch nie passiert.»

2007 war Raths Schmier-Opfer

Es ist nicht das erste Mal, dass der Wahlkampf in Pfäffikon mit unzimperlichen Mitteln geführt wird: 2007 gingen vor den kantonalen Wahlen Unbekannte gegen die Wahlplakate des Pfäffiker Gemeindepräsidenten Hans Heinrich Raths (SVP) vor. Zahlreiche Plakate der Schweizer Volkspartei wurden mit dem Wort «Reeds» besprayt. Die Aktion zielte offensichtlich auf den Gemeindepräsidenten persönlich ab. Auf Wahlplakaten, auf denen er mit seinem Parteikollegen Stefan Krebs abgebildet gewesen war, wurde nur sein Konterfei besudelt. Raths empfand es damals als «sehr störend, wenn einzelne Mitglieder einer Kollegialbehörde persönliche Racheakte befürchten müssen». Für den Gemeindpräsidenten stand damals fest, dass es sich bei der Schmiererei um eine Vergeltungsmassnahme gegen die gemeinderätliche Haltung zum Reeds-Reggae-Festival handelte. Das Festival hatte 2005 für Schlagzeilen gesorgt, weil viele Besucher ungeniert Drogen konsumiert hatten. Der Gemeinderat verweigerte daraufhin die Bewilligung für eine Neuauflage im Sommer 2007.

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