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Dank Sängern bekam Horgen elektrisch Licht

Die neue Wechselausstellung im Horgner Ortsmuseum Sust dreht sich um das Licht.

Horgen - Für das Sängerfest 1883 brauche man eines noch, sagten sich die Horgner, elektrisch Licht. In Käpfnach hatten die Organisatoren eigens eine Festhütte bauen lassen. Aber zur neuen Zeit gehört auch eine moderne Beleuchtung. Wasser aus dem Aabach leiteten die Horgner also auf einen Dynamo, und dieser machte genügend Strom, um die Festhütte zu erleuchten. «Und so», sagt Fredy Stäheli, Kurator des Ortsmuseums, «brannten im Juni 1883 dort zwei Wochen lang die Glühbirnen.» Nach diesem Testlauf dauerte es noch zwölf Jahre, bis sich Horgen ein Stromnetz für 140 elektrische Lampen leistete - wer in deren Schein wohnte, musste sich an den Kosten beteiligen.

In der Ausstellung «Licht und Beleuchtung» zeichnet Stäheli die Entwicklung von der Talglampe zur Glühbirne nach. Mit Horgner Bezug: Alle Exponate stammen aus der eigenen Sammlung. In der Ausstellung findet sich eine der 14 ersten Strassenlampen Horgens. Auf eine Petition hin führte man 1844 die Petrol- und Ölleuchten ein - für mehr Sicherheit in den Gassen, und um Dieben das Handwerk zu erschweren. Daniel Stehula

«Licht und Beleuchtung», Ortsmuseum Sust, Horgen, 6. 12. 2009-11. 4. 2010, So 14-17 Uhr, Führung 15 Uhr. Fredy Stäheli hält eine Lampe der ersten Horgner Strassenbeleuchtung von 1844. Foto: Silvia Luckner

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