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Das Ende der Pauschalsteuer ist kein Ende mit Schmerzen

Am Fall des Milchbarons Theo Müller in Erlenbach zeigt sich: Der Wegfall der Pauschalsteuer tut weder den Goldküstengemeinden noch den Superreichen weh – und die Steuerberater freut er sogar.

Die Neuigkeit war für einmal, dass nichts passierte: Der milliardenschwere deutsche Unternehmer Theo Müller («Alles Müller, oder was?») zog nicht nach Monaco oder Zug, sondern wohnt entgegen allen medialen Ankündigungen und Spekulationen weiter in seiner Erlenbacher Villa. Müller zahlt seine Steuern damit auch nächstes Jahr an der Goldküste – obwohl ihm das Privileg der Pauschalbesteuerung abhanden kommt. Diese wird per 1. Januar 2011 abgeschafft. Offenbar lebt Müller in Erlenbach nun sogar zu besseren fiskalischen Konditionen denn je, wie unlängst bekannt wurde.

Alle Welt fragt sich seither, wie Müller das gemacht hat – nicht zuletzt vermögende Ausländer, die glauben, dass sie hier zu viele Steuern zahlen. Für Treuhänder Marco G. Walser, der an der Goldküste zahlreiche Klienten in Steuerfragen berät und Kanzleien in Zürich, Freienbach SZ und Zug unterhält, ist die Antwort auf die Frage kein grosses Geheimnis. Die Pauschalsteuer sei zwar einfach, sicher und auf mehrere Jahre hin angelegt, dabei aber keineswegs immer die finanziell günstigste Lösung, wie sich am Beispiel Müller zeige.

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