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Das Gewehr im Schrank ist keine Ausnahme

Nicht nur in Otelfingen, sondern überall hätten Jugendliche Zugang zu Waffen, sagt Martin Sorg, Mediensprecher der Kantonspolizei. Dass auch die Munition verfügbar ist, zweifelt er jedoch an.

Waffen samt Munition sollen in jedem fünften Haushalt für Jugendliche zugänglich sein. Dies hat eine Umfrage ergeben, die die Sekundarschule Otelfingen anfangs Jahr unter den Schülern gemacht hat. Ob es sich hauptsächlich um Armeewaffen oder um Sport- und Jagdgewehre handelt, wurde von der Umfrage jedoch nicht erhoben.

Martin Sorg, Mediensprecher der Kantonspolizei, findet diese Resultate nicht überraschend. Sie würden wohl in anderen Gemeinden ähnlich ausfallen, sagt Sorg. Schliesslich würden alle Männer, die Militär machen, ihre Waffe zu Hause lagern; somit sei diese für alle Personen, die im selben Haushalt wohnen, zugänglich. Denn von einer Aufbewahrung im Kellerabteil rät die Polizei ab, da die gängigen Holzverschläge leicht aufgebrochen werden können. In der abgeschlossenen Wohnung sei die Waffe sicherer, sagt Sorg. Er rät jedoch, den Verschluss, der etwa so gross ist wie zwei Zündholzschachteln, separat zu lagern. «Eine Waffe ohne Verschluss ist etwa so unbrauchbar wie ein Auto ohne Motor.»

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