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Das Kulturlabor öffnet seine Tür vorerst für fünf Jahre

Das Thalwiler Kulturlabor wurde am Samstag offiziell eröffnet. Die Verantwortlichen zeigten sich erleichtert, dass das Kulturlabor nach langem Ringen tatsächlich Realität geworden ist.

Thalwil. - Der Vorstand des Vereins Kultur Thalwil hatte das Eröffnungsdatum für das Thalwiler Kulturlabor strategisch clever gewählt: Die offizielle Türöffnung des Kulturlabors im ehemaligen Restaurant Neuhof an der Gotthardstrasse 62 fiel am Samstag mit dem 23. Gotthardstrassenmarkt zusammen (siehe Box). «Wir haben damit gerechnet, dass der Markt uns viele Besucher beschert, die sich an einem normalen Samstag vielleicht nicht hineintrauen würden», sagt Urs Amstutz. Zusammen mit Irene Mahrer-Stich ist er als Projektleiter für den Aufbau und die Organisation des Kulturlabors zuständig. «So grosse Bekanntheit geniesst das Projekt Kulturlabor noch nicht in der Bevölkerung, das möchten wir nun nach und nach ändern», sagt er.

«Vor wenigen Jahren unmöglich»

Zur eigentlichen Eröffnungsfeier kamen am Abend dann aber doch nur Fans, Mäzene und Kulturschaffende von Thalwil. Mit der offiziellen Übergabe des bisher einzigen Schlüssels für das Kulturlabor durch Gemeindepräsidentin Christine Burgener (CVP) signalisierte auch der Gemeinderat die Unterstützung des Kulturlabors. Die Gemeinde unterstützt das Projekt mittels günstiger Mietzinsen. (TA vom 26. 8.) Ausserdem wird im ehemaligen Restaurant Neuhof die Ludothek Thalwil untergebracht, und es werden sechs Sozialwohnungen eingerichtet. «Der Neuhof ist für die nächsten fünf Jahre perfekt ausgelastet», hielt Burgener in ihrer Ansprache zufrieden fest.

Den Vorstandsmitgliedern war die Erleichterung über die endlich geglückte Eröffnung einer Thalwiler Kulturszene anzumerken. «Noch vor wenigen Jahren wäre eine solche Eröffnung nicht möglich gewesen. Es hätte immer jemanden gegeben, der das Projekt noch zu Fall gebracht hätte», sagte Kultur- und Gesundheitsvorsteherin Catherine Marrel (SP).

Raus aus den roten Zahlen

Das Kulturlabor scheint vorerst für fünf Jahre gesichert. Dann wird das Haus, das seit 1901 den SBB gehört, abgerissen. Jetzt geht es auch darum, etwas gegen die knappen Geldmittel zu unternehmen und so aus den roten Zahlen zu kommen. Bei der Eröffnung konnten sich Spender von mindestens 50 Franken mit ihrem Namen auf einer Klaviertastatur verewigen. Weitere Mittel will sich das Kulturlabor mit der hauseigenen Küche und Ausstellungen verschaffen. Die erste Ausstellung beginnt am 3. September. www.kulturthalwil.ch/kulturlabor

Brigitta Gabban, Irene Mahrer-Stich und Urs Amstutz (von links) mit dem Schlüssel für das Kulturlabor.

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