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Der älteste Verein Horgens

Die Gemeindeschützen-Gesellschaft feiert heute mit dem Jubiläumsschiessen ihr 325-Jahr-Jubiläum. Wer im Gründungsjahr 1685 gut schoss, musste im Winter nicht frieren.

Als das erste Horgner Gemeindeschiessen im Jahre 1685 von drei Männern durchgeführt wurde, regierte in Frankreich Sonnenkönig Ludwig XIV., und die Eidgenossenschaft war noch lange kein Bundesstaat. Diese lange Geschichte macht die Gemeindeschützen-Gesellschaft zum ältesten Verein in Horgen. Die alte Schützengesellschaft, die später zur Gemeindeschützen-Gesellschaft wurde, überwachte im 17. Jahrhundert das ganze Schiesswesen in der Gemeinde. Aus alten Rechnungen vom Jahre 1685 geht hervor, dass jährlich «uf offnem blatz vor dem schützenhuss mit ufgehobner hand und rohr» ein Schützenmeister gewählt wurde. Dies schreibt die Ex-Präsidentin der Schützengesellschaft Rosmarie Lier – damals in der Funktion des «Obmannes» – in ihrer Festschrift zum 300-Jahr-Jubiläum.

Die «Büchsen» wie die Gewehre damals genannt wurden, gehörten zur Ausrüstung von Militärdienstpflichtigen. Die Regierung förderte das Schiesswesen, indem sie Preise in Form von Hosen, Tuch und Wämsern (Westen) abgab. Wer gut schiessen konnte, hatte für den Winter warme Kleider und musste nicht frieren.

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