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Der Burger-Brater serviert – McDonald's-Revolution im Test

Bestellen, absitzen, warten bis das Essen kommt: Wie gut ist die Fast-Food-Kette als Restaurant? Unser Tester war Kunde in Dietlikon.

Wer nicht in der Warteschlange stehen will, kann sich das Essen servieren lassen. (Video: Lea Blum und Alexander Kühn)

McDonald's wird also bürgerlich. Die Mutter aller Fast-Food-Restaurants bringt ihren Kunden die frittierten und gebratenen Freuden seit kurzem an den Tisch. Kein Anstehen in der Schlange mehr, nur ein kurzer Besuch am Bestellautomaten, der ein wenig aussieht wie die Dinger der Zürcher Verkehrsbetriebe. Man klickt sich durch die Fragen zum gewünschten Menü, gibt an, in welchem Bereich des Lokals man sitzen will, zahlt mittels EC-Karte und harrt mitsamt der Quittung der Dinge, die da kommen mögen. Hier in Dietlikon, wo wir den neuen Service testen, werde ich beim Bestellprozedere von einer freundlichen jungen Dame betreut. Sie und ihre Kolleginnen stehen am Eingang und nehmen die Gäste in Empfang.

Nicht mehr als drei Minuten daure es, bis das Essen an den Tisch komme, sagt mir der Filialleiter oder Manager, wie es in Neu-McDonaldisch heisst. Dichtung oder Wahrheit? Kaum habe ich mich hingesetzt, ist mein Menü schon da. Fast ein wenig zu schnell, denke ich. Aber das ist wohl kleinlich. Und wie schmeckts? Erstaunlich gut. Der Burger scheint mir, der sonst nur unter Androhung von Prügelstrafe in Schnellverpflegungsgaststätten zu bringen ist, richtig frisch, die Pommes frites sind noch schön heiss und auch knusprig.

Ist das hier ein Musterbetrieb, der ähnlich eines Potemkinschen Dorfes für unseren Testbesuch aufgestellt wurde? Nein. Die Lösung des Rätsels ist denkbar einfach: Die bestellte Ware wird erst dann zubereitet, wenn der Kunde drüben am Automaten bezahlt hat. Die Burger müssen also genauso wenig wie die Kundschaft in der Warteschleife lauern. Das tut ihnen gut. Der Jalapeño-Burger ist wirklich eine ganze Ecke besser als der trockene Kerl von The Classic, den ich mir letzte Woche in einer anderen Filiale an der Theke besorgte, weil mich die Verzweiflung trieb.

In Randzeiten, so lasse ich mir sagen, nutzen 40 Prozent der Kunden der McDonald's-Filiale in Dietlikon den Automatenservice mit der Bedienung am Tisch. Wenn es voll wird, schnelle die Quote auf 80 Prozent hoch. Und gibts denn keine verwirrten Erdenbürger, die sich einfach an einen Tisch setzen und dort auf den Service warten, weil sie das Schildchen mit der Aufschrift «Wir bedienen sie am Tisch» sehen? Ganz selten komme das vor, sagt der Chef. Dank der freundlichen Empfangsdamen sei die Quote aber im tiefen einstelligen Bereich.

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