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Der FC Stäfa ist auf einem guten Weg

Die Stäfner 2.-Liga-Fussballer erreichten bei Niederweningen ein 2:2-Unentschieden. Der Ausgleich für den Seeklub fiel zwar spät, war aber hochverdient.

Fussball. - In der 81. Minute brach auf der Huebwies, dem Fussballplatz des Unterländer Vereins FC Niederweningen, Jubel aus. Nicht im Lager der Gastgeber, aber bei den Stäfnern. Endlich war Stürmer Darko Lakic nach Vorarbeit von Muhamed Mesic mit seinem dritten Saisontor das 2:2 gelungen, der Sturmlauf des FC Stäfa doch noch belohnt worden.

«Wir hatten Chancen, um drei Spiele zu gewinnen», sagte Trainer David Zellweger nach dem Match. Er übertrieb kein bisschen. Seine Mannschaft erspielte sich in der Tat Möglichkeiten im Minutentakt.

Schon in der ersten Viertelstunde des packenden Spiels auf beachtlichem Niveau hatte Mirzet Rastoder zweimal den Stäfner Führungstreffer auf dem Fuss. Ein Kopfball von Lakic verfehlte zudem knapp das Ziel (13.). Mitte der ersten Halbzeit sah der aufgerückte Linksverteidiger Marco Keck seinen Schuss vom Niederweningen-Goalie an die Latte abgelenkt. Nochmals Keck vergab kurz vor der Pause eine weitere glasklare Chance.

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff brannten die Stäfner sogar ein wahres Feuerwerk ab. Zweimal Lakic und Mesic mit einem Freistoss stellten den Torhüter der Gastgeber erneut auf die Probe. In der 61. Minute brachte Mirzet Rastoder das Kunststück fertig, freistehend aus 10 Metern daneben zu schiessen, und derselbe Spieler vergab schliesslich 7 Minuten vor Schluss den Matchball. So versiebte Stäfa 10 hochkarätige Torchancen.

Rastoder spielte mit der 9 auf dem Trikot. Sein Gegenspieler trug dieselbe Nummer. Elegant nahm dieser jeweils den Ball an, er war meist einen Schritt schneller als sein Kontrahent, und seine präzisen Pässe fanden in der Regel einen Mitspieler. Es handelte sich um Verteidiger Mikael Gren, der Sohn des früheren GC-Abwehrchefs und 23-fachen schwedischen Internationalen Mats Gren, der für Niederweningen sein erstes Heimspiel bestritt.

Wie sich der 20-Jährige bewegte, wie er die Übersicht bewahrte, weckte Erinnerungen an die Spielweise seines Vaters, der mit GC fünfmal Meister und viermal Cupsieger wurde. Mittlerweile trainiert Mats Gren einen Verein in der zweithöchsten dänischen Liga. Sohnemann Mikael wechselte auf diese Saison hin vom U-21-Team der Grasshoppers zu Niederweningen. Sein Aufenthalt im Unterland soll nur eine Zwischenstation sein. Den Traum einer Profikarriere hat Gren junior noch nicht aufgegeben.

Ein entscheidendes Duell gegen Gren gewann aber Rastoder. In der 37. Minute setzte er sich gegen seinen Widersacher energisch durch und traf zum 1:1. Doch ein Fehler in der Abwehr - wie schon beim 0:1 - brachte Stäfa vor der Pause erneut in Rücklage (43.).

Erneut Moral gezeigt

Dass Stäfa wie schon vor Wochenfrist, als der Ausgleich zum 2:2 gegen Phönix Seen in der Nachspielzeit fiel, kurz vor Schluss wieder einen Punkt ins Trockene brachte, spricht für die Moral der Mannschaft. «Wir lassen uns nicht unterkriegen», hielt Zellweger fest.

Für den Stäfner Coach ist der Saisonstart mit den beiden Remis und dem 5:2 gegen Effretikon geglückt. Wie auch nach dem Abstieg aus der 2. Liga interregional der Neubeginn mit eigenen Spielern. «In der Startformation standen neun Spieler, die bei uns schon als Junioren zum Einsatz gekommen sind.» Ausserdem werden dem Trainer im Heimspiel vom nächsten Sonntag gegen Seuzach (15 Uhr) einige noch verletzte und abwesende Leistungsträger wieder zur Verfügung stehen, was die Zuversicht von Zellweger weiter stärkt: «Wir sind auf einem guten Weg.»

Stäfner Jubel nach dem Ausgleich.

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