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Der FC Stäfa sucht wilde Tiere

Dem Stäfner Fussballclub fehlen Torhüter im Juniorenbereich. Gestern Abend wurde deshalb der erste Goalie-Cup durchgeführt.

Stäfa - Im Sitzungszimmer des FC Stäfa erklärt Toni D’Antico den eifrig lauschenden Kindern die bevorstehende Mutprobe. «Ihr müsst auf dem Kunstrasen vorwärts hechten, ohne euch die Nase anzuschlagen», sagt er. «Sonst gibts Nasenbluten.»

Wenig später stehen 15 Buben auf dem künstlichen Grün, sie sind aufgeregt und kaum zu bändigen. Als Erster ist Florian aus Hombrechtikon an der Reihe. Der 12-Jährige schlägt sich gut, von D’Antico gibts viel Lob. «Ich habe bei Schülerturnieren schon mehrere Positionen ausprobiert», sagt Florian, der noch nie in einem Verein gespielt hat und nun dem FC Stäfa beitreten möchte. «Am liebsten stehe ich im Tor.»

«Man wird geliebt oder gehasst»

«Wir möchten die Torhüterausbildung im Juniorenbereich verbessern», sagt D’Antico. Der 39-jährige Italiener, früher selbst Juniorentorwart beim FC Stäfa, hilft dem Verein seit kurzem bei der Goalieförderung. Die erstmalige Durchführung eines Goalie-Cups war seine Idee, um neue Torhütertalente zu sichten. Viele der 15 Buben haben noch nie in einem Verein gespielt, einige stehen aber auch bei Klubs in Nachbardörfern zwischen den Pfosten.

Im Vordergrund des Wettkampftrainings stehen koordinative Übungen und Aufgaben, die das Reaktionsvermögen verbessern sollen. Als D’Antico die Technik des Dropkicks erklärt, meint Nick aus Stäfa zuversichtlich: «Das ist bubi-einfach.» Der 8-Jährige ist so übermütig, dass er zwischendurch Purzelbäume und Räder schlägt.

Früher stellte man oftmals den dicksten, ungelenkigsten Knaben ins Tor. Heute ist dies anders: Ein Goalie muss auch mit den Beinen einiges drauf haben. Die Position des Torhüters hält D’Antico für besonders anforderungsreich. «Ein Goalie braucht viel Charakter, er muss ein wildes Tier, ein Draufgänger sein», sagt er. «Wenn dem Torhüter ein Fehler unterläuft, muss er den Ball sogleich aus dem Netz holen.» Auch aus eigener Erfahrung weiss er: «Als Torwart wird man geliebt oder gehasst.» Gestern Abend auf dem Frohberg steht der Spass im Vordergrund: Am Schluss des intensiven Trainings und nach dem gemeinsamen Spaghettiessen erhält jeder Teilnehmende einen Erinnerungspokal. Der 12-jährige Florian aus Hombrechtikon will als Nachwuchstorhüter dem FC Stäfa beitreten. Foto: Daniel Kellenberger

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