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Der goldene Güggel kräht in Meilen grün

Wenn der goldene Hahn, das Symbol reformierter Kirchen, auf einmal zum grünen Güggel wird, hat dies mit der Umwelt zu tun.

Meilen. - Im reformierten Pfarramt Meilen sind die Vorbereitungen für die Präsentation der Umweltinitiative «Grüene Güggel» in vollem Gange. Pfarrer Benjamin Stückelberger und die Umweltbeauftragte der Kirchgemeinde, Feyna Hartmann, werden am Sonntag die Initiative den Gemeindemitgliedern vorstellen. «Zentral ist das Anliegen der Kirche, in Umweltfragen eine Vorbildfunktion wahrzunehmen», sagt Pfarrer Stückelberger.

Die Idee stammt aus Deutschland, wo der «Grüne Gockel» bereits zertifizierter, integrierter Bestandteil der Tätigkeiten evangelischer Landeskirchen ist. Pfarrer Stückelberger und Feyna Hartmann setzen auf einfache, aber effiziente Methoden, um Ziele wie die Reduktion von Wasser- und Stromverbrauch in der Kirche längerfristig erreichen zu können.

Hilfe im verantwortlichen Umgang mit der Umwelt bringt ein Managementsystem. Dieses will die Kirche im ersten Jahr ausführlich erklären und in der Gemeinde verankern. Geplant ist ausserdem eine Bestandesaufnahme möglicher umweltverträglicher Einsparungen. Zudem will die Kirche Schutzmassnahmen erarbeiten.

Der Massnahmenkatalog sollte alle Themen der intelligenten und effizienten Energienutzung beinhalten. «Dies muss ohne zusätzliche finanzielle Mittel geschehen», sagt Benjamin Stückelberger. So verzichtet die Projektleitung vorderhand auf die Einführung kostspieliger Massnahmen wie der Zertifizierung nach deutschem Vorbild.

Kraft aus der Schöpfung

Ideen und Vorschläge aus dem Kreis der Gemeinde, aber auch von nicht ortsansässigen Interessierten werden von einer Kommission bearbeitet und auf ihre Machbarkeit geprüft. Die Meilemer Kommission setzt sich aus Kirchenpflege, Mitgliedern der Gemeinde, dem Pfarrteam sowie einem ausgebildeten Umweltmoderator zusammen. «Jeder von uns kann mit seinem Verhalten einen Beitrag leisten, ob als Privatperson oder als Institution», sagt Stückelberger.

Der «Grüene Güggel» soll sichtbares Zeichen für das Umweltbewusstsein der Kirche werden. Pfarrer Stückelberger möchte ein Bewusstsein «zur Bewahrung der Schöpfung» erzeugen - quasi ein Gefäss der Besinnung. Der «Grüene Güggel» soll also eine Kraftquelle und ein Ort des Gedankenaustausches für Kommission und Gemeinde sein.

Im zweiten Jahr will die reformierte Kirche Meilen die gewonnenen Erkenntnisse, in einem Massnahmenkatalog zusammengefasst, umsetzen. Ein durchaus erreichbares Ziel wäre für Benjamin Stückelberger bis 2020, die CO2-Neutralität in Meilen zu erreichen. Sonntag, 13. September, «Tag vom Grüene Güggel», 10 Uhr: Fähregottesdienst mit anschliessendem Aperitif in der Seeanlage Meilen und Enthüllung des «Grüene Güggel Logo», 12-17 Uhr: Denkwerkstatt im «Löwen» mit Imbiss und Kinderbetreuung. Anmeldungen und Informationen: Feyna Hartmann feyna.hartmann@gmx.ch Tel. 044 923 67 50

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