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Der Kampf um die Nachfolge

Es läuft auf das Duell Jositsch gegen Fehr hinaus

Zürich - Wer wird für die SP den Sitz von Markus Notter verteidigen? Ein Kronfavorit ist noch nicht auserkoren. Raphael Golta, SP-Fraktionschef im Kantonsrat, sieht seine Partei jedoch in einer «personell komfortablen Ausgangslage». Der Winterthurer SP-Stadtrat Nicolas Galladé spricht gar von einer «Luxusauswahl».

Als aussichtsreichste Kandidaten werden Daniel Jositsch und Mario Fehr gehandelt. Fehr politisiert seit 1999 für die SP im Nationalrat und verfügt über langjährige Exekutiverfahrung im Adliswiler Stadtrat (1994-2010); dies prädestiniere ihn für das Amt, heisst es in SP-Kreisen.

Jositsch war von 2001 bis 2006 Präsident der Schulpflege Stäfa, dann gab er im Kantonsrat ein kurzes Gastspiel, ehe er 2007 den Sprung in den Nationalrat schaffte. Für Jositsch spricht in den Augen vieler Sozialdemokraten, dass er bei der Ersatzwahl um Rita Fuhrers (SVP) Sitz im letzten November für die Genossen antrat und noch dazu ein gutes Resultat schaffte. Er unterlag zwar SVP-Kandidat Ernst Stocker, erreichte aber 45 Prozent der Stimmen. Dies sei ermutigend, sagt Jositsch denn auch. Als Favorit sieht er sich gleichwohl nicht. Den definitiven Entscheid für eine Kandidatur lässt er noch offen. Er stehe aber grundsätzlich bereit.

Jositsch traut Fehr, seinem möglichen Antipoden, das Amt zu: «Er wäre ein guter Regierungsrat.» Fehr hingegen möchte sich zum Parteikollegen nicht äussern: «Das ist nicht meine Aufgabe.» Bei der Wahl um Rita Fuhrers Nachfolge trat Fehr «aus persönlichen Gründen» nicht an, wie er sagt. Nun zeigt sich der Adliswiler für eine Kandidatur offen. Er werde sich in aller Ruhe mit der Partei und seinem persönlichen Umfeld besprechen. Entscheiden muss sich Fehr bis zum 20. August. Dann läuft bei den Bezirksparteien die Anmeldefrist für die Kandidaten ab. Am 28. September wird die Delegiertenversammlung entscheiden, wen sie auf den Schild heben will. Die SP-Delegierten werden die Qual der Wahl haben, wie SP-Kantonsrat Marcel Burlet sagt. Er selber könnte sich auch eine jüngere Kraft vorstellen, etwa Kantonsrat Martin Naef (39). Dieser spricht von einem «wichtigen und interessanten Amt». Offen lässt Naef, ob er kandidiert. Mit anderen Worten: Er ist interessiert. Keine Ambitionen haben die Nationalrätinnen Jacqueline Fehr und Chantal Galladé. Daniel Jositsch. Mario Fehr.

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