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Der Neubau des Spitals Limmattal kostet 270 Millionen Franken

Das Spital Limmattal sucht einen Totalunternehmer, der den Neubau realisiert. Doch zuerst müssen die Rechtshändel geklärt sein.

Von Helene Arnet Schlieren – Die Vorgeschichte ist lang, hier sei sie kurz zusammengefasst: Das Spital Limmattal braucht eine umfassende Sanierung, um weiterbestehen zu können. Die Verbundgemeinden des Limmattals und des Furttals haben vor drei Jahren 150 Millionen gesprochen unter der Annahme, dass der Kanton davon 90 Millionen übernimmt. Das tut er aber mit dem ab 2012 geltenden neue Finanzierungsmodell (Fallpauschalen) nicht mehr. Zudem musste das Limmattal-Spital einsehen, dass es zu knapp kalkuliert hatte: Aus den 150 Millionen wurde ein Betrag von über 300 Millionen Franken. Die Beteiligten zogen die Notbremse. Die Abstimmungen in den Gemeinden sind damit obsolet. Gestern nun zeigte das Spital den Medien, wie der Umbau unter den neuen Bedingungen machbar sei. Teile des Konzepts sind bereits bekannt – und umstritten: Das Spitalmanagement soll extern an die Firma des Interimsdirektors Leo Boos vergeben werden. Auch der Neubau soll von privater Seite gebaut, finanziert und unterhalten werden. Das Spital will sich einmieten. Wie Boos und der Präsident der Baukommission, Maximilian Walter, gestern ausführten, ist das Kostendach für den stationären Bereich klar vorgegeben: Mehr als 150 Millionen liegen nicht drin, wenn das Akutspital selbsttragend sein soll. Das Ambulatorium soll als medizinisches Dienstleistungszentrum von mit Leistungsaufträgen versehenen Privaten betrieben werden. 70 Millionen eingespart Der Voranschlag erfüllt die finanziellen Bedingungen nahezu: Die Anlagekosten für den stationären Bereich belaufen sich auf 166 Millionen. Walter ist zuversichtlich, dass diese sich auf den Sollbetrag von 150 Millionen verringern lassen. Zusammen mit dem ambulanten Bereich wird der Neubau rund 270 Millionen teuer. All das soll die Gemeinden nichts kosten, da eben ein Generalunternehmer als Realisator vorgesehen ist. Vergleicht man die neue Variante mit der alten, konnten rund 70 Millionen Franken eingespart werden – «sofern Äpfel mit Äpfeln verglichen werden», wie Walter anmerkte. Die neue Kostenaufstellung führt nämlich auch notwendige Sanierungen wie die Heizzentrale auf, die in der alten noch fehlten. Abgespeckt wurde vorab im Raumprogramm der Administration und der Logistik. Auch wurde im ambulanten Bereich der Ausbaustandard zurückgefahren. Mit Augenmerk auf den Spardruck paradox mutet an, dass das Spital total neu gebaut werden soll. Zuvor war vorgesehen, dass der Sockelbau des Hochhauses bestehen bleibt. Tatsächlich ist aber ein Neubau rund um das Hochhaus unterm Strich kostengünstiger und unter laufendem Betrieb einfacher zu bewerkstelligen. Das Hochhaus kommt erst weg – und macht einem Park Platz –, wenn das neue Spital steht. Geplant ist, dass dieses 2016 realisiert ist.

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