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Der Oetwiler Bushof erhält neue Nachbarn

Es soll Wohnraum für Senioren und Familien entstehen. Dahinter steht, anders als in anderen Gemeinden, nicht die Politik.

Oetwil - Seeauf, seeab beschäftigen sich die Behörden mit dem Bau von zahlbaren Familien- und Alterswohnungen. In Oetwil wird der Gemeinderat nicht aktiv, denn er ist der Ansicht, es habe genug günstigen Wohnraum im Dorf (TA vom 5. 1.). Dafür präsentiert die Hinderer Liegenschaften AG auf www.hinderer.ch ein Projekt mitten im Zentrum Oetwils. Melchior Lingg, Bereichsleiter Facility Management, sagt, es sollten 4 Häuser mit 18 bis 26 Alters- und Familienwohnungen diverser Grössen gebaut werden.

Sie kommen neben den Bushof zu stehen, wo heute das Wohnheim Libelle der Stiftung Sternwies untergebracht ist. Dieses soll in den Jöndler ziehen. Die Hinderer AG betreut die Immobilien des Schlössli, der Sternwies und diverse Wohn- und Gewerbeliegenschaften.

Keine Pläne für bestes Bauland

Das Projekt «Zentrum» ist derzeit eine «Ideenskizze». Die Baueingabe wird frühestens 2012 erfolgen. Nach ersten Schätzungen werden die kleinsten Wohnungen (2½ Zimmer/65 m²) rund 1250 Franken Zins kosten, die grössten (5½ Zimmer/135 m²) zirka 2000 Franken. Kein Thema ist die Überbauung der Schlössli-Parzellen am Helen-Dahm-Weg. Mit einer solchen könnten gute Steuerzahler angelockt werden. Dieses Ziel strebt der Gemeinderat an. Die Hinderer AG sei sich zwar bewusst, dass sie Bauland an ruhiger und schönster Lage besitze und dass es nur noch wenige andere Reserven gebe, sagt Lingg. Zurzeit bestünden dennoch weder entsprechende Planungen noch Vorstudien.

Für die Hinderer AG macht der Bau im Zentrum Sinn, weil alle ihre anderen Wohnungen vermietet sind. Lingg erklärt, es gehe nicht primär um einen günstigen Mietzins. Vielmehr müsse das Angebot reelle Marktchancen haben und eine gut durchmischte Mieterschaft anlocken. Da auch Mitarbeiter des Schlössli infrage kämen, könne der Wirtschaftsstandort an Attraktivität gewinnen. Zudem hofft Lingg, dass Senioren, die in Einfamilienhäusern etwa im Langholz oder in der Beichlen wohnen, in die kleineren Wohnungen im Zentrum ziehen. Deren Häuser könnten dann von «mittelständischen Familien» gekauft werden.

Gemeindepräsident Ernst Sperandio (CVP) begrüsst die Absicht, Alters- und Familienwohnungen zu bauen. Bezüglich des Baulandes am Helen-Dahm-Weg will er sich nicht äussern. Seine Behörde müsse sich zuerst um die gemeindeeigene Reserve beim Sternen kümmern, bevor sie bei privaten Grundbesitzern Wünsche anbringen könne. Diese Reserve, die sogenannte Tibeterwiese, soll verkauft und überbaut werden. Konkret ist aber noch nichts, wie Bausekretär Roger Stutz sagt.

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