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Der Uetliberg-Hotelier soll mehr Geld abliefern

Der Zürcher Heimatschutz und Pro Uetliberg stossen sich daran, dass sich Giusep Fry dank illegal erstellter Bauten bereichert.

Von Silvio Temperli Stallikon – Mit der Durchsetzung der geltenden Bauvorschriften auf dem Uto Kulm haben sich einmal mehr die Juristen zu befassen. Die neuste Beschwerde richtet sich gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Affoltern vom 22. Dezember 2010. Das Gericht hatte entschieden, dass der Kanton Zürich vom Uto-Kulm-Hotelier Giusep Fry 100 000 Franken einfordern darf. Dieser Betrag ist als Abgeltung zu verstehen, weil der Unternehmer seit Jahren Gäste auf jenen Terrassen bewirtet, die er ohne baurechtliche Bewilligung überdachen und einglasen liess, und davon finanziell profitiert. Fry hat das Verdikt akzeptiert. Ursprünglich 400 000 Franken Wäre es nach dem Statthalteramt des Bezirks Affoltern gegangen, hätte Fry ungleich tiefer in den Sack greifen müssen: Das Statthalteramt wollte von ihm 400 000 Franken einziehen. Der Hotelier focht den Entscheid an, worauf das Bezirksgericht den Betrag um drei Viertel reduzierte. Die Kürzung begründete der Einzelrichter mit dem hohen Aufwand, den eine Untersuchung der genauen Einnahmen in den strittigen Lokalitäten mit sich brächte. Mit dieser Argumentation wollen sich der Zürcher Heimatschutz und der Verein Pro Uetliberg nicht abfinden. Sie haben gegen das Urteil Beschwerde eingereicht. Aus ihrer Sicht soll «strafbares Handeln nicht mit Mehreinnahmen belohnt werden», heisst es im 19 Seiten umfassenden Anfechtungsschreiben. Bisher unbestritten ist die Unrechtmässigkeit der Bauten, um die es auch in diesem Fall geht. Laut Regierungsrat, Baurekurskommission sowie Verwaltungsgericht sind sie illegal und müssen abgebrochen werden. Giusep Fry hat deswegen nicht aufgegeben und auch die letzte Instanz angerufen: das Bundesgericht in Lausanne. Dessen Entscheid ist noch hängig.

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