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Der ungewohnte Flyers-Held

Ein Klotener Emmentaler siegt im Hallenstadion

Anders Eldebrink und Felix Hollenstein schritten nach der Schlusssirene schnurstracks von der Spielerbank Richtung Goalie Michael Flückiger und klatschten ihn ab. Der Emmentaler hatte gerade sein zweites Saisonspiel für die Flyers absolviert und mitgeholfen, nach dem SC Bern auch die ZSC Lions zu bezwingen. Es folgte ein Fernsehinterview und der Gang in die Kabine, wo er mit Jubelrufen empfangen wurde.

«Die andern haben nicht mich, sondern den Sieg gefeiert», erklärte ein strahlender Flückiger fast entschuldigend, als er sich im Anschluss noch einmal den Reportern stellte. Umringt zu sein von Mikrophonen: Das ist eine noch ungewohnte Situation für den 25-Jährigen, möglich geworden auch dadurch, dass Stammgoalie Ronnie Rüeger derzeit im Welschland weilt, wo er die Abschlussprüfungen für die Ausbildung als Marketingplaner ablegt.

Werbung in eigener Sache

Seine Abwesenheit hat der designierte Ersatzmann genutzt, um Werbung in ganz eigener Sache zu machen. Nach einer turbulenten Startphase, aus der die ZSC Lions mit dem Treffer Thibaut Monnets eher zu wenig Kapital schlugen, erwies sich Flückiger wie schon gegen Bern als sicherer Rückhalt. In den Schlussminuten wurde seine Konzentration durch die sporadischen Angriffsbemühungen der Lions kaum stärker gefordert als durch die «Flückiger»-Sprechchöre, mit denen die Klotener Fans in seinem Rücken den Helden des Abends feierten.

Noch nie die Nummer 1

Marcel Jenni, Torschütze des wegweisenden 2:1, lobte ihn danach als hervorragenden Goalie und Teamkameraden, Eldebrink gab zu bedenken, dass es nicht einfach sei, so selten zu spielen und dann auch bereit zu sein. «Jetzt hat er schon zum zweiten Mal ein wichtiges Spiel für uns gewonnen», freute sich der Schwede.

Die neuen Ambitionen

Für den Langnauer, der bei Lugano und den SCL Tigers in der NLA spielte, ohne je die Rolle einer Nummer 1 zu haben, sollen sich solche Ereignisse in Zukunft häufen. Selbstverständlich sei es sein Ziel, Stammtorhüter in der höchsten Spielklasse zu werden, umreisst Flückiger seine Ambitionen, die ihn im Sommer zu den Flyers führten. «Hier gefällt es mir sehr, Kloten hat wie Langnau starken Dorfcharakter.» Der Vertrag, den er damals unterschrieben hat, läuft noch bis Ende Saison - es zeichnet sich aber ab, dass er in den nächsten Tagen verlängert wird.

Dass sich seine Einsätze demnächst häufen werden, wenn Rüeger wieder nach Kloten zurückgekehrt ist, glaubt zwar auch der zweifache Saisonsieger nicht. Aber dass er künftig in der NLA eine grössere Rolle spielen kann, hat er in seinem ersten Zürcher Derby überzeugend unter Beweis gestellt. Wie schon gegen Bern wurde er als bester Spieler der Flyers geehrt. Lakers wieder geschlagen, Seite 50 Nur einmal war Flyers-Goalie Flückiger zu bezwingen, hier durch Monnet. Foto: Key

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