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Der verhinderte Transfer zum FC Dübendorf

Mit GC wurde Fabio Digenti einst Schweizer Meister. Nun ist die Profifussball-Karriere des Rümlangers mit 27 Jahren vorbei.

Beim letzten Titel der Grasshoppers in der Saison 2002/03 war er mit dabei. Fabio Digenti, 20 Jahre jung, kam - aus dem eigenen Nachwuchs befördert - immerhin fünfmal zum Einsatz. Der Hauptdarsteller der von Marcel Koller betreuten Meistermannschaft war Richard Nuñez. Der Uruguayer erzielte 27 Tore. Ein begehrter Fussballer wäre auch gerne Digenti geworden.

Doch jetzt - fast sieben Jahre später - ist die Profikarriere des Rümlangers zu Ende. Der grosse Durchbruch im Spitzenfussball war ihm in den letzten Jahren verwehrt geblieben. Nachdem sich Digenti bei GC nie ganz durchsetzen konnte, spielte er vorwiegend in der Challenge League für Schaffhausen, Winterthur, Wohlen und Gossau. Immer wieder hoffte der Offensivakteur vergeblich, in der Heimat seiner Mutter, in England, einen Vertrag zu unterschreiben. Über Probetrainings kam er nicht hinaus. Zuletzt spielte Digenti in der Vorrunde beim Erstligisten Chiasso. Unter dem ehemaligen Nationalspieler und FCZ-Trainer Raimondo Ponto. Im Tessin zog er sich im Training aber eine Knieverletzung zu und musste sich im Januar einer Meniskus- und Knorpeloperation unterziehen. «Das Engagement bei Chiasso ist abgeschlossen», sagt Digenti.

Nun befindet er sich in der Aufbauphase und absolviert neuerdings eine Managementschule. Fabio Digenti sieht seine Zukunft in diesem Bereich oder als Trainer. Nochmals einen Anlauf in der Challenge League schliesst er - wenn er wieder gesund ist - dennoch nicht aus. Der Präsident des Erstliga-Zweiten YF Juventus, Piero Bauert, habe ihn schon angerufen und gefragt, ob er sich bei einem Aufstieg einen Wechsel vorstellen könne.

Mit den Kollegen aus Winterthur

Gut möglich ist aber auch, dass Digenti künftig für den regionalen Zweitligisten Dübendorf auflaufen wird. Bei den Glattalern spielen mit Luigi De Donno, Christian Kluser und Mario Spoljarec drei Freunde und ehemalige Vereinskollegen aus seiner Zeit beim FC Winterthur. Den Kontakt bestätigt Dübendorf-Trainer Robert Merlo. «Wir haben den Übertritt von Chiasso mit den nötigen Unterschriften fristgemäss eingereicht.» Er hoffe, den Angreifer nach seiner Genesung im Saisonfinish als zusätzlichen Trumpf einsetzen zu können.

Aus einem Rückrundeneinsatz von Digenti für den Tabellenvierten der Gruppe 1 wird jedoch nichts. Dübendorf erhielt vom Schweizerischen Fussballverband (SFV) kürzlich negativen Bescheid. Der 27-Jährige hatte in der laufenden Meisterschaft bereits zwei definitive Übertritte vollzogen. Zuerst von Winterthur zu YF Juventus. Und nur kurze Zeit später - ohne einen Einsatz für die Stadtzürcher - nach Chiasso. «Mehr als zwei definitive Wechsel sind nicht möglich», erklärt Daniel Rodriguez von der Kontroll- und Strafkommission des SFV. Besonders ärgerlich: Mit einem Transfer auf Leihbasis hätte Digenti noch in dieser Spielzeit für Dübendorf auflaufen können. Einer der letzten Einsätze für Chiasso: Fabio Digenti (l.) im Cup gegen Daniel Ruiz (GC). Foto: Patrick Straub/EQ Images

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