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Der Winter setzt den Strassen zu

Auf der Seestrasse entstehen diesen Winter besonders viele Schlaglöcher. Der Strassenmeister rechnet mit einer Verdoppelung der Reparaturkosten im Kanton.

Von Frank Speidel Schlaglöcher haben der Seestrasse zwischen Zollikon und Feldbach in den letzten Wochen stark zugesetzt. In Männedorf und Meilen bröckelte der Belag an verschiedenen Stellen. Inzwischen haben die Strassenarbeiter die Löcher geflickt. Doch mit dem nächsten Frost kommen neue Löcher. «Wir flicken die Seestrasse laufend», sagt der kantonale Strassenmeister Reto Färber. Schwanke die Temperatur stark, taue es häufig und gefriere gleich wieder, es sei nur eine Frage der Zeit, bis sich irgendwo ein neues Loch auftue. «Ein Belag hat eine Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren», sagt Färber. Dann kommt es laut Reto Färber zu einer «Versprödung». Folgt Frost, können Schlaglöcher nicht mehr vermieden werden. «In diesem Winter müssen besonders viele geflickt werden», sagt der Strassenmeister. Durchschnittlich kostet das Ausbessern der Löcher auf den Kantonsstrassen und Autobahnen im Kanton rund 500 000 Franken pro Jahr. Dieser Winter könnte teurer werden. Färber rechnet mit rund einer Million Franken – sofern es so weitergehe wie bisher. Spezialasphalt für kalte Tage Je nach Loch ist das Ausbessern mit einem grösseren Aufwand verbunden. «An einigen Stellen kann es mehrere Tage dauern, bis alles geflickt ist», sagt Färber. Für andere brauche man bloss ein, zwei Mannstunden. Die Arbeiter füllen die Löcher mit speziellen Asphaltmischungen, die auch bei tiefen Temperaturen hart werden. Dieser «Flick» ist aber nur eine provisorische Lösung – bis der Belag eines Abschnitts gesamterneuert wird. Das geschieht auf der Seestrasse in Etappen. 2011 wird der Belag in Männedorf zwischen der Kugelgasse und der Bergstrasse erneuert. In Obermeilen wurde der Belag kürzlich totalsaniert. Schlaglöcher sind dort keine zu finden. Entstehen auf neuen Belägen Schlaglöcher, sind laut Färber die Arbeiten oder Materialien fehlerhaft. Für Zweiräder gefährlich Schlaglöcher wird es wohl auch in Zukunft geben. «Wir könnten die Beläge alle 15 Jahre erneuern», sagt Färber. «Dies wäre allerdings mit entsprechend höheren Kosten und mehr Baustellen verbunden.» Der Strassenmeister appelliert deshalb an die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer: «Im Winter muss man mit Schlaglöchern rechnen.» Häufig gehen bei ihm auch Meldungen über Schlaglöcher aus der Bevölkerung oder von der Polizei ein. «Diesen Hinweisen gehen wir nach.» Denn vor allem Zweiradfahrer können bei tiefen Schlaglöchern leicht stürzen. Reparatur erst im Frühling Auch auf Gemeindestrassen hat der Belag gelitten, es finden sich da und dort Schlaglöcher. «Diesen Winter sind wir schon mehrmals ausgerückt», sagt Männedorfs Strassenmeister Erich Wyss. An der Alten Landstrasse und im Ausserfeld mussten er und seine Männer bereits den Belag ausbessern. In Herrliberg seien die Strassen noch in relativ gutem Zustand, sagt der stellvertretende Werkleiter Thomas Krauer. Allfällige Schlaglöcher würden deshalb erst im Frühling ausgebessert.

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