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Der WM-Titel hat im Palmarès gefehlt

Oliver Hasler aus Horgen gehört zu den besten Kungfu-Kämpfern der Welt. Der Weltcupsieger von 2006 hat sich nun den WM-Titel geholt. Dabei sieht es sein Meister nicht gerne, wenn er kämpft.

Wushu. - Oliver Hasler, 27, hat sich seinen Platz in der Weltspitze der Kungfu-Kämpfer gesichert - nicht erst seit dem Weltmeistertitel vom Wochenende. Der Horgner tritt bei Vollkontaktkämpfen an - in der Schweiz, Europa und China.

Hasler, der in Wiedikon eine Ning-Muy-Kungfu-Schule führt, hat eine grosse Erfahrung als Kämpfer. Der Horgner mit dem starken Punch und dem grossen Repertoire an Wurftechniken trat bislang in der Disziplin Sanda an, nun nimmt er auch an Leitai-Wettbewerben teil. Bei beiden Disziplinen sind K.o.s möglich - die meisten Duelle aber enden mit einer Punkte-entscheidung. Für saubere Treffer und gelungene Wurftechniken bekommen die Kämpfer Punkte. Leitai ist die schonungslosere Kampfart der beiden: Die Kämpfer tragen weniger Schutzausrüstung, Ellbogenschläge sowie Kniestösse sind erlaubt.

WM, Weltcup und Olympia

An der Weltmeisterschaft in Ulm (D) setzte sich Hasler an die Spitze der Kategorie bis 85 Kilogramm. Im Finale traf er auf den Schweizer Roman Stiz, der ihm aber nichts entgegenzusetzen hatte. Dritter wurde der Niederländer Jermaine Van Rooy. 2006 war Hasler als Dritter der Sanda-WM für den Weltcup qualifiziert und triumphierte auch dort in der Kategorie bis 85 Kilogramm. Ein Jahr später qualifizierte er sich für ein Turnier, das im Rahmen der Olympischen Spiele 2008 in Peking stattfand. Dort musste er sich mit dem 5. Rang begnügen. Am darauffolgenden Weltcup reichte es auch nicht zu einem Spitzenplatz. Doch kurze Zeit später erhielt er die Chance zu seinem ersten Sanda-Profikampf. «Das war ein grosser Traum von mir», erinnert er sich. Seinen österreichischen Gegner bezwang er souverän.

Haslers Schüler tun es ihrem Lehrer gleich und räumen mittlerweile an Schweizer Meisterschaften ab. Haslers Schule wurde vom Schweizer Wushu-Verband als beste Kungfu-Schule 2008 ausgezeichnet. Hasler trainiert die Schweizer Junioren-Nationalmannschaft.

Wettkämpfe sind unwichtig

Dabei sieht es Haslers Meister Lex Reinhart Dashi nicht gern, wenn der Horgner kämpft. «Er sagt, die Wettkämpfe seien nicht wichtig», sagt Hasler, «man soll Wert auf die Ganzheit der Kampfkunst legen.» Hasler beherzigt den Rat: Wer bei ihm das Kämpfen lernen will, muss auch das traditionelle Wing Chun lernen und Qi Gong.

Weltmeister Oliver Hasler (r.) bereitet seinen Gegnern mit Kicks Probleme.

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