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Derivate Die Bomben unter dem eigenen Haus, TA vom 11. Mai

Es braucht harte Regulierungen.

Constantin Seibt informiert brillant, wie die Finanzinstitute eine der schwersten globalen Krisen verursachten. Seine Recherchen zeigen eindrücklich das wirtschaftsfeindliche Handeln dieser Bankgurus. Was zählte, war einzig: Wer machte die cleversten Deals mit obskuren Finanzprodukten, und wer zieht seine Kunden am Besten über den Tisch? Ob dabei Firmen bankrott oder Pensionskassen ihre in Schrott angelegten Gelder verloren, war diesen Finanzjongleuren keinen Gedanken wert. Hauptsache die Millionen sprudelten in den eigenen Sack. Dass das Casino-Banking bereits wieder eröffnet ist, zeigen die Milliardengewinne im ersten Quartal der für die Finanzkrise verantwortlichen Banken. Denn wenn heute nur noch rund 20 Prozent der Finanzgeschäfte in regulierten Märkten stattfinden, sind weitere Finanzdesaster vorprogrammiert. Solche können sich die heute hoch verschuldeten Staaten aber schlicht nicht mehr leisten. Es ist darum fünf vor zwölf für harte Regulierungen im Finanzsektor.

Brigitta Moser-Harder, Hüntwangen

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