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Die Adliswiler stimmen noch 2010 über mehr Schulsozialarbeit ab

Die SP hat ihre Initiative für eine flächendeckende Schulsozialarbeit im Stadthaus eingereicht. Im Gemeinderat gabs darüber schon heftige Debatten.

Adliswil - In drei von sechs Adliswiler Schulhäusern ist die Schulsozialarbeit bereits eingeführt. Eine Initiative der SP fordert nun, dass diese Hilfestellung in allen Adliswiler Schulhäusern angeboten wird. Das SP-Initiativkomitee hat das Volksbegehren im Januar lanciert. Gestern übergaben die Initianten die 581 seither gesammelten Unterschriften dem Adliswiler Vizestadtpräsidenten Heinz Spälti (FDP). Für eine Volksinitiative sind in Adliswil 500 Unterschriften notwendig. «Eine Abstimmung über die Initiative ist noch in diesem Jahr möglich», sagte Spälti.

Dauerbrenner im Parlament

Über die Schulsozialarbeit hat der Adliswiler Gemeinderat Ende des vergangenen Jahres hitzig debattiert. Im Dezember 2009 lehnte das Parlament nach einer emotionalen Debatte einen Vorschlag der Schulpflege für eine flächendeckende Schulsozialarbeit ab. Der Stichentscheid des Ratspräsidenten Max Stenz (Freie Wähler) gab den Ausschlag für das knappe Nein (der TA berichtete). SP-Gemeinderat Davide Loss hofft nun, dass die Adliswiler Stimmbürger «diesen Zufallsentscheid» an der Urne korrigieren werden. Die Initiative steht in Konkurrenz zu einer vom Adliswiler Parlament im Februar erheblich erklärten FDP-Motion zum Thema Schulsozialarbeit. Diesen Vorschlag bezeichnete die SP-Gemeinderätin Barbara Häberli damals als «Version light». Die FDP fordert auch die flächendeckende Schulsozialarbeit. Sie will dafür aber wesentlich geringere finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. «Die Motion wäre bei Annahme der Initiative hinfällig», sagte Stadtrat Heinz Spälti. Die SP-Motion kommt dem Vorschlag der Schulpflege nahe, den das Adliswiler Parlament im vergangenen Dezember abgelehnt hat. Stadtrat Heinz Spälti (l.) und Stadtschreiber Alexandre von Rohr nehmen die SP-Schulsozialarbeit-Initiative von Xhelajdin Etemi, Simon Jacoby, Davide Loss und Renata Vasella und ihrer Tochter Corina entgegen. Foto: Patrick Gutenberg

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