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Die englische Schule Zumikon stützt seit 50 Jahren Zürichs Entwicklung

Die private Inter-Community School Zumikon feiert runden Geburtstag. Gestern wurde erst mit den Schülern, abends bei einem Apéro mit den Erwachsenen gefeiert.

Von Sandra Flückiger Zumikon – Karussell, Ponyreiten und Hüpfburg für die Kleinen, Spiel und Sport für die Grösseren – und vor allem schulfrei – standen auf dem Programm. Mit Begeisterung und in ausgelassener Festlaune feierten die Schüler der Inter-Community School (ICS) Zumikon gestern Nachmittag das 50-Jahr-Jubiläum. Rund 800 Schüler, 200 Mitarbeiter der Schule sowie etwa 70 Eltern bevölkerten das Areal. Vereinzelt mischten sich ehemalige Schüler – manche gar aus den Sechzigerjahren – unter die Menge. Emsiges Treiben herrschte erst auf dem Pausenplatz bei den Essensständen, anschliessend auf den Sportplätzen. Nebst viel Lachen waren vor allem Anweisungen und Anfeuerungsrufe zu hören – allesamt auf Englisch, der Unterrichtssprache. Zwei Drittel der Schüler sprechen denn auch Englisch als Muttersprache, die meisten von ihnen kommen aus dem nordamerikanischen Raum. Insgesamt sind über 45 Nationen vertreten. Etwa 10 Prozent sind Schweizer. Schule nimmt jedes Kind auf Die Inter-Community School Zumikon wurde 1960 als erste internationale Schule im Kanton Zürich gegründet. Sie entstand aus dem Bedürfnis nach einer englischsprachigen Schule für britische, amerikanische, australische und kanadische Kinder, deren Eltern nur für eine begrenzte Zeit hier arbeiteten, wie Anthony Atkinson, Sohn des Gründers Gerald Atkinson, erzählt. «Innerhalb eines halben Jahres wurde der Schulbetrieb auf die Beine gestellt», sagt er. Anfänglich war die Schule im Hotel Rigiblick in Zürich einquartiert, später bezog sie weitere Räumlichkeiten in einer alten Villa am Seefeldquai. Erst 1972 wurde die ganze Schule in Zumikon unter einem Dach vereint. Die Privatschule wird von der «Stiftung für die Inter-Community School» getragen und ist nicht gewinnorientiert sowie konfessionell und politisch neutral. Es gebe daher auch keine Selektionskriterien, erklärt Stiftungsrat Sanjeev Premchand, der selbst die Schule besucht hat. «Wir nehmen jedes Kind.» Plätze ausgebucht Der Andrang ist dementsprechend gross. Von einer Warteliste mag Premchand nicht sprechen. Er bestätigt aber, dass die Plätze seit einigen Jahren ausgebucht sind. Es gilt das Prinzip «first come, first served». Da die meisten Kinder nur für drei bis vier Jahre bleiben, werden immer wieder Plätze frei, auch während des Schuljahres. Nur die wenigsten besuchen die Schule von Anfang bis Ende. Pro Jahrgang von 50 Schülern seien es etwa 6, sagt Mediensprecherin Linda Elzvik-Harris. Die Studiengebühren für ein Jahr betragen durchschnittlich 30 000 Franken, die Abstufung erfolgt nach Alter. Dazu kommen die Transportgebühren für den Schulbus, der aber freiwillig ist. Teilweise chauffieren die Eltern, die zumeist im Kanton Zürich, aber auch in angrenzenden Kantonen wohnen. Die ICS steht Kindern ab drei Jahren offen. Als Abschluss bietet sie, nach eigenen Angaben als einzige Schule im Kanton Zürich, den International Baccalaureate an, der unserer Matura entspricht, den Absolventen aber weltweit die Tür zu Universitäten öffnet. Kontakt zur Primarschule Aufgrund dieses Angebotes ist die Privatschule besonders für den Wirtschaftsstandort Zürich von Bedeutung, wie Urs Meier, stellvertretender Amtschef des Volksschulamtes, sagt. Daneben sei sie eine der grössten Privatschulen im Kanton. Die ICS zählt zu den fremdsprachigen Schulen und musste von der Bildungsdirektion bewilligt werden. Das Volksschulamt beaufsichtigt regelmässig, ob die rechtlichen Kriterien eingehalten werden. Die Volksschule spielt auch im schulischen Bereich eine gewisse Rolle für die Zumiker Privatschule. Diese ist, wie Mediensprecherin Elzvik-Harris betont, keine abgeschottete Insel, sondern pflegt rege Kontakte mit den Zumiker Schulbehörden sowie der Primarschule Juch. So findet jeweils jährlich ein Austausch von Klassen statt: Die ICS-Schüler lernen Deutsch, die Juch-Schüler nehmen Englischunterricht. Mit selbst organisierten Spielen vergnügten sich die Schüler an der Jubiläumsfeier. Foto: Sabine Rock

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