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«Die Entwicklung der ganzen reformierten Kirche mitprägen»

Der Thalwiler Pfarrer Michel Müller kandidiert als Kirchenratspräsident des Kantons Zürich.

Mit Michel Müllersprach Gaby Schneider Thalwil – Der reformierte Thalwiler Pfarrer Michel Müller soll Kirchenratspräsident der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich und somit Nachfolger von Ruedi Reich werden. Dies schlägt der Synodalverein als grösste Fraktion der Kirchensynode vor. Neben Müller kandidiert auch der Küsnachter Andrea Marco Bianca. Der 46-jährige Müller ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Seit 1994 ist er in einem 100-Prozent-Pensum Pfarrer in Thalwil und hat sich in verschiedenen kirchlichen Gremien kantons- wie schweizweit engagiert. Welche Chancen rechnen Sie sich aus, gewählt zu werden? Ich halte meine Chancen für durchaus intakt. Seit sechzehn Jahren prägen Sie das Kirchenleben in Thalwil. Worauf blicken Sie gerne zurück? Ich konnte ein sehr motiviertes und gut strukturiertes Mitarbeiterteam aufbauen und blicke auf ein lebendiges Gemeindeleben zurück. Ich durfte Impulse geben und konnte sie zusammen mit Kirchenpflege und Mitarbeitenden umsetzen. An der 850-Jahr-Feier der Kirche Thalwil 2009 war auch ein Muezzin aus Zug geladen. Wie kam das an? Der gesungene Betruf von der Empore herunter war Teil eines eindrücklichen Konzerts aller Thalwiler Kirchenchöre. Er wurde vor allem als musikalischer Beitrag zu dieser «Friedensmesse» wahrgenommen und hat viele Menschen sehr berührt. Als Kirchenratspräsident würden Sie mehr in der Öffentlichkeit stehen. Was käme da auf Sie zu? Das werden mehr leitende Aufgaben sein. Ich kann zudem die künftige Entwicklung der ganzen reformierten Kirche mitprägen und nicht bloss einer einzelnen Gemeinde Wenn man sich vom Geist Jesu motivieren lasse, könne die Kirche hoffnungsvoll in die Zukunft blicken und neue Mitglieder gewinnen, ist Ihre Botschaft. Sollte man nicht eher die Kirchenaustritte stoppen? Es geht nicht darum, diese zu stoppen, sondern den Trend zu verlangsamen. Wichtig scheint mir, neue Mitglieder zu gewinnen und die bisherigen zu halten. Das gelingt am besten, wenn die persönliche Begegnung authentisch und glaubhaft verläuft, sodass ein gutes Bild von einer lebendigen reformierten Kirche zurückbleibt. Sie sind auch Prediger der Living Spring Church, einer chinesischen Gemeinde in Zürich. Ich bin dort etwa einmal pro Jahr Gastprediger, halte meine Predigt in Deutsch, die übersetzt wird. Diese Zuhörer sind sehr an einer Auslegung der Bibel interessiert. Michel Müller Seit 1994 ist er Pfarrerin Thalwil.

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