Zum Hauptinhalt springen

Die Favoriten setzten sich erneut durch

Sven Riederer (Wallisellen) und Nicola Spirig (Dielsdorf) verteidigten an den Schweizer Triathlon-Meisterschaften in Lausanne ihre Titel aus dem Vorjahr.

Triathlon. - Als «sehr, sehr gut» bezeichnete der Walliseller Sven Riederer das Schweizer Meisterschaftsrennen in Lausanne. Im Schwimmen fiel zwar keine Vorentscheidung, aber auf dem Rennrad setzte sich der Unterländer zusammen mit seinem Klubkollegen vom TV Unterstrass, Ruedi Wild, resolut ab. Der Vorsprung von mehr als zwei Minuten auf die nächsten Verfolger war beruhigend. Die Entscheidung um das Schweizer Meisterschaftsgold hatte zwischen diesen beiden zu fallen. Und Riederer spielte seine Favoritenrolle erfolgreich aus. «Kontrolliert» gewann er, wie er sagte.

«Meine Rechnung ist aufgegangen», sagte der Walliseller, «ich konnte etwas ausprobieren.» Vor allem in der letzten von vier Runden begann er mit der Kadenz zu spielen. In diesem Bereich hatte er zuletzt in den internationalen Rennen der WM-Serie Mühe bekundet. «Im Hinblick auf das WM-Finale im australischen Gold Coast am übernächsten Wochenende war dieses Rennen ein idealer Test», sagte Riederer. Hinter Ruedi Wild verbesserte sich der Ironman-Spezialist Stephan Riesen vom EWZ Power Team dank einer Parforce-Leistung auf dem Velo von der drittletzten Position nach dem Schwimmen noch auf Platz 3. Das Windschatten-Verbot, das in Weltcup-Rennen nicht gilt, kam ihm zugute.

Spirig musste aufholen

Auch bei den Frauen setzte sich mit Nicola Spirig aus Dielsdorf die Athletin mit dem beachtlichsten Leistungsausweis durch. Und das trotz «miserablem Auftakt», wie sie befand. In der ersten Disziplin Schwimmen büsste sie auf den 1,5 Kilometern rund 90 Sekunden auf Magali Di Marco und Melanie Annaheim ein. Dank «einer perfekten Leistung auf dem Velo» verwandelte die aktuelle Europameisterin und WM-Serie-Siegerin von London Mitte August diesen Rückstand in einen soliden Vorsprung. «Das Rennen war windschattenfrei und der Parcours technisch anspruchsvoll», sagte die Dielsdorferin. Da konnte sie ihre Fähigkeiten ausspielen. Sie siegte ungefährdet und baute damit bereits «Vorfreude fürs nächste Jahr» auf. Im 2010 soll Lausanne zur WM-Serie gehören. «Ein solches Erlebnis auf dieser Strecke motiviert», sagte Spirig.

Van Berkel stürzte und gab auf

Nicht zum erhofften Spitzenergebnis reichte es dem Winkler Jan van Berkel. Da der Neo-Holländer nach wie vor über den Schweizer Pass verfügt, war er an den Schweizer Meisterschaften nicht nur teilnahme-, sondern auch titelberechtigt. Wegen eines Sturzes mit dem Velo zog sich der Unterländer allerdings eine Zehenverletzung und Schürfungen am Knie zu und musste aufgeben. «Ich hoffe, diese Verletzung verheilt schnell», meinte er. Sofort begab sich der Winkler auf den Heimweg, um möglichst rasch den Arzt aufzusuchen. Am Donnerstag fliegt auch er in Richtung Down Under an die WM - dannzumal wieder für Holland.

Nach dem Grand Final in Australien wird im Hinblick auf die Saison 2010 bereits ein Schweizer Olympia-Kader mit zehn Triathleten gebildet (Männer und Frauen zusammen gerechnet). Neben Spirig und Riederer sind Di Marco und Ryf für dieses schon jetzt gesetzt. Auf acht Athleten wird dieses Kader dann 2011 reduziert. In London 2012 sind dann bei Erfüllung der internationalen Qualifikationsrichtlinien maximal je drei Männer und Frauen startberechtigt.

Sven Riederer darf sich beim Zieleinlauf über den Sieg freuen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch