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Die FCZ-Spielerinnen stehen im Abseits

Das Frauen-Nationalteam erreichte beim letzten Test in Niederhasli gegen Schottland vor der neuen WM-Qualifikation ein 0:0. Mit von der Partie waren auch vier Zürcherinnen.

Fussball. - Die Fehlerquote sei zu hoch gewesen, sagte Béatrice von Siebenthal nach dem 0:0 des Frauen-Nationalteams im Testspiel gegen Schottland. Es sei aber positiv, dass sie ohne Gegentreffer geblieben sind, ergänzte die Trainerin. Ohne Torerfolg blieben allerdings auch die Schweizerinnen - schon zum sechsten Mal in den letzten neun Länderspielen. Einzig gegen die U-23-Auswahl von Schweden, Südafrika und Slowenien hatten sie zuletzt getroffen. «Wir haben nur wenige Stürmerinnen», sagt von Siebenthal.

So gelangte sogar die nach den Absagen von Ramona Bachmann (Umeå) und Vanessa Bürki (Bayern München) nachnominierte Zürcherin Bettina Baer zu einem Kurzeinsatz. Für die 18-Jährige war es zugleich das Debüt in der A-Nationalmannschaft, obwohl sie beim FCZ immer wieder nur als Einwechselspielerin zum Zug gekommen war. Baer habe noch zu viele Defizite, um eine komplette Spielerin zu sein, sagt Klubtrainerin Susanne Gubler kritisch. Baer wird nun auch bei den anstehenden Partien der WM-Qualifikation gegen Irland (19. 9.) und Russland (23. 9.) keine Berücksichtigung mehr im Aufgebot finden. Die Leistungsträgerinnen Bachmann, Bürki und die gegen Schottland ebenfalls fehlende Rahel Graf (Kriens) werden von Siebenthal dann wieder zur Verfügung stehen.

Kuster mit guter Leistung

Wie gegen Schottland mit dabei sind hingegen die weiteren Zürcherinnen Marina Keller, Isabelle Meyer und Selina Kuster (alle Grasshoppers) und Sandra Betschart (FCZ). Besondere Pluspunkte konnte dabei die erst 18-Jährige Kuster sammeln. «Ich bin zufrieden mit ihr», sagte von Siebenthal zur Leistung des Youngsters im erst zweiten Länderspiel. Überrascht vom Vertrauen der Nationaltrainerin war Kuster. «Ich hätte nicht gedacht, von Beginn weg auflaufen zu können.» Lediglich zu Teileinsätzen kamen Kusters Teamkolleginnen von GC. Die 22-jährige Meyer war nach einer mässigen Leistung im linken Mittelfeld bereits zur Halbzeit ausgewechselt worden. Und die angeschlagen in den Match gegangene Keller, 25, spielte zumindest eine knappe Stunde. «Meyer kann es besser», meinte von Siebenthal. Und für Keller sei es, nachdem sie bereits in der letzten Partie gegen Schweden gefehlt hatte, wichtig gewesen, überhaupt einen Einsatz zu absolvieren. «Sie ist in unserem Team als Innenverteidigerin gesetzt», so die 45-Jährige.

Augenfällig dünn besetzt ist im Nationalteam dagegen ausgerechnet der Meister und NLA-Leader FC Zürich. Und ob die einzige Berücksichtigte Betschart in den kommenden Qualifikationspartien erste Wahl sein wird, scheint zumindest fraglich. Gegen Schottland konnte die 20-jährige Linksverteidigerin nämlich nur bedingt Werbung in eigener Sache machen. Sie habe gut trainiert, sagt Nationalcoach von Siebenthal, deshalb habe sie in der zweiten Halbzeit gespielt. Ihre Aktionen seien allerdings von Höhen und Tiefen geprägt gewesen, bekräftigt sie.

Bernauer nicht mehr im Aufgebot

Mit Vanessa Bernauer war zudem eine Leistungsträgerin des FCZ gegen Schottland gar nicht mehr aufgeboten worden. «Die Konkurrenz ist grösser geworden», sagt von Siebenthal zur Nichtnomination der 15-fachen Internationalen. Die 21-Jährige habe zwar Potenzial, müsse es aber auch ausschöpfen. «Vor allem im läuferischen Bereich hat sie zuzulegen», fordert die Nationaltrainerin.

In der Vergangenheit waren gemäss von Siebenthal von den FC Zürich Frauen zudem Selina Zumbühl und Stenia Michel ein Thema für das A-Nationalteam gewesen. Während Mittelfeldspielerin Zumbühl, 24, aber den zusätzlichen Aufwand neben dem Verein nicht auf sich nehmen wollte, konnte sich Michel, 21, mit der Rolle als Nummer 3 in der Torhüter-Hierarchie nicht abfinden.

GCs Jung-Nationalspielerin Seline Kuster, 13, hier gegen die Schottin Megan Snedon, war über 90 Minuten im Einsatz.

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