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Die Horgner entdecken die leise, elektrische Mobilität

Horgen will seinem Energiestadt-Label Rechnung tragen. Am Samstag hat die Gemeinde die neusten Trends von Hybrid- und Elektronikantrieben präsentiert.

Horgen. - Eine Ausstellung über energieeffiziente Fahrzeuge ist eine leise Angelegenheit. Der einzige Laut, der bei den Testfahrten auf der Horgner Allmend zu hören war, war der knirschende Kies, auf dem die Autos fuhren. «Leise, effizient und CO2- neutral wird die Zukunft der Autos aussehen», sagt Urs Schwegler, Projektleiter der Ausstellung und Projektmanager des Schweizerischen Verbands für elektrische und effiziente Strassenfahrzeuge. Zusammen mit Gemeinderätin Jacqueline Gübelin (SP) erklärte er den Besuchern der ersten Ecocar-Ausstellung Funktionen, Preise und vor allem die Energieersparnis der neuen Autos.

Die Gemeinde Horgen lancierte die erste Ecocar-Ausstellung im Rahmen ihres Energiestadt-Labels. Seit elf Monaten führt der Bezirkshauptort diesen Titel und bemüht sich seither in verschiedenen Projekten, auf sein Label aufmerksam zu machen und die Einwohner über nachhaltige Energienutzung zu informieren.

Beeindruckende Beschleunigung

Dabei bleibt es nicht allein bei Informationen: Das erste Projekt der Energiestadt war die am 1. Januar 2009 lancierte Unterstützung für Isolationen und Heizungserneuerungen. Bereits jetzt und weit vor Ende Jahr sind die gesprochenen 150 000 Franken verteilt - an ein gutes Dutzend Gesuchsteller.

Am Samstag wollte die Gemeinde ihre Einwohner auch auf die Energieersparnis bei der Mobilität aufmerksam machen. Man lud dazu Anbieter von Hybriden, Biogasautos und E-Scootern zur Ausstellung ein. Schwegler sagt: «Credo für die Ausstellung ist, dass das Produkt in der Region erhältlich ist.» Einen grossen Run erfuhren am Samstag die neuen E-Scooter, die derzeit in die ersten Serienproduktionen gehen. Scooter-Hersteller Pierre Eberli sagt: «Mittlerweile werden geradeaus Distanzen von bis 80 Kilometern erreicht, was meistens ausreicht für den Arbeitsweg.» Einen Anreiz für den Kauf des E-Scooters versprechen sich die Verkäufer mitunter davon, dass die Fahrzeuge auch auf dem Radstreifen fahren dürfen, wodurch man Staus in der Innenstadt links liegen lässt.

«Die Beschleunigung des Scooters ist beeindruckend für ein Elektrofahrzeug», sagt Michael Peter aus Horgen nach einer Probefahrt. Er wird bald die Motorradprüfung absolvieren, um von Horgen aus zu seiner Lehrstelle in Sihlbrugg zu fahren. «Ich erwäge den Kauf eines E-Scooters, werde aber die Rechnung sicher genau machen», sagt er. 7500 Franken kostet ein E-Scooter derzeit, ein handgeschalteter Roller bringt es auf 5000 bis 6000 Franken.

Auch ökonomisch sinnvoll

Hauptsächlich ging es den Veranstaltern an der Ecocar-Ausstellung darum, «Berührungsängste» mit dem elektronischen Antrieb abzubauen, sagt Schwegler. «Die Zeit, als Elektroantriebe noch eine unsichere und unzuverlässige Sache waren, ist vorüber.» Die neuen, sparsamen Autos würden vor allem auch ökonomisch rentieren. «Mittlerweile muss man einen Hybrid nicht mehr kaufen, nur weil man die Umwelt und das Klima schonen will, sondern weil man bei neuen Automodellen einfach günstiger fährt.» Weitere Informationen: www.e-mobile.ch

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