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Die lange Verletzungsliste

Andreas Bockaj ist momentan wirklich nicht zu beneiden. Der Spielertrainer des FC Küsnacht konnte sich in den vergangenen Wochen in der 2.-Liga-interregional-Gruppe 5 weniger auf seine Aufgabe als Coach konzentrieren und musste stattdessen öfter als ihm wohl lieb war in die Bresche springen. Eine immer länger werdende Liste an verletzten Stammspielern zwang ihn dazu, sich selber aufzustellen.

Auch gegen den starken FC Balzers klebte den Küsnachtern das Pech förmlich an den Fussballschuhen. So musste Bockaj am Samstag mit Bruno Rinaldi, Joël Gasche, Andreas Imfeld, Claudio Corda und Firat Sahin nicht nur auf fünf Leistungsträger verzichten, sondern auf dem Sportplatz Heslibach auch noch einen äusserst unglücklichen Spielverlauf hautnah miterleben. Die Küsnachter Rumpfelf legte zwar einen couragierten Auftritt hin, musste aber dennoch das 0:1 hinnehmen. Wie aus dem Nichts brachte Daniel Kaufmann die Gäste nach einer Viertelstunde vom Elfmeterpunkt aus in Führung. «Das war ein extrem fragwürdiger Penalty-Pfiff», sagte Bockaj, der in mehreren Situationen mit den Schiedsrichterentscheidungen unzufrieden war.

Kaltblütige Gäste

Der frühe Rückstand verunsicherte die Gastgeber aber keineswegs. Sie spielten weiterhin munter nach vorne, vergassen dabei aber trotz diverser hochkarätiger Möglichkeiten das Toreschiessen. Wesentlich abgebrühter präsentierten sich dagegen die Liechtensteiner. Sie markierten mit ihrer zweiten Torchance nach einer halben Stunde durch Luca Piperno ihren zweiten Treffer. Dieses Mal liess die Antwort der Fussballer vom rechten Seeufer aber nicht lange auf sich warten. Stürmer Nkomi Evehe Evariste stellte seinen Torinstinkt erneut unter Beweis und markierte in der 36. Minute den 1:2-Anschlusstreffer. Nun keimte bei den zuvor enttäuschten 150 Zuschauern wieder Hoffnung auf. Immerhin blieb ihrem Team noch fast eine Stunde Zeit, um die Partie zu drehen.

Erwartungsgemäss setzten die Küsnachter nach dem Seitenwechsel alles daran, doch noch zum Ausgleich oder vielleicht sogar zum Sieg zu kommen. Sie belagerten den Strafraum von Balzers permanent und drückten bis zum Schlusspfiff auf den Ausgleich. Zum ersehnten Jubel sollte es aber nicht mehr kommen. «Wir haben alles gegeben und vorbildlich gekämpft», resümierte Bockaj. «Umso bitterer ist es, dass wir jetzt mit leeren Händen dastehen.»

Nach vier Niederlagen aus den letzten fünf Begegnungen findet sich Boc-kajs Mannschaft auf Platz 8 und damit im Niemandsland der Tabelle wieder. Immerhin besteht die Hoffnung, dass am nächsten Wochenende gegen Brühl mit Sahin und Gasche zwei schmerzlich vermisste Stammkräfte auflaufen können. Vielleicht kehren mit ihnen auch wieder das Glück und wichtige Punkte nach Küsnacht zurück. Roman Crivelli stolperte mit dem FC Küsnacht über das effiziente Balzers mit Lucas Eberle (am Boden). Foto: Peter Würmli

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