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Die Logarithmentafel war früher die Bibel der Vermesser

Zum 100-Jahr-Jubiläum des Thalwiler Bauamts erhält man im Ortsmuseum einen Einblick in die Entwicklung der Gemeinde und die Arbeit des Amtes.

Es sei zwar nicht alltäglich, dass man das Jubiläum eines Amtes mit einer Ausstellung würdige, sagte Gemeindepräsidentin Christine Burgener (CVP) an der Vernissage, «in diesem Fall dachten wir aber, dass es sich lohnt.» Bis im November kann man im Ortsmuseum den Wandel Thalwils mittels Luftaufnahmen, Zonenplänen, Karten, Photos sowie Dokumenten und Informationen über die Arbeit im Bauamt nachvollziehen. «Thalwil hat ein Gesicht, an dem man seine Geschichte ablesen kann», sagt Kuratorin Christina Enderli. Es sei unheimlich viel passiert in den letzten 100 Jahren.

In einer Präsentation kann man die Bautätigkeit in der Gemeinde vom Jahr 1901 bis heute in sieben Etappen mitverfolgen. Auffällig sind dabei zwei Entwicklungsschübe. Der erste fand um die vorletzte Jahrhundertwende statt. Damals prägte die Textilindustrie im Zuge der Industrialisierung das Gesicht des ehemaligen Bauerndorfs. Dieser erste Entwicklungsschub machte dann auch die Stelle des Gemeindeingenieurs notwendig, die 1910 neu geschaffen wurde. Es war die Geburtsstunde des Bauamts, dem heutigen «DLZ Planung, Bau und Vermessung». Zwischen den Weltkriegen stagnierte der Bau, bis sich ab den 1950er bis in die 90er Jahre der Wandel zur Wohngemeinde vollzog. Mittlerweile gibt es praktisch keine Baulandreserven mehr.

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