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Die plötzliche Heimstärke des ZSC

4:2 über die Tigers und 6. Sieg im Hallenstadion in Serie. Die neuen Ausländer dürfen wohl bleiben.

Von Simon Graf, Zürich Seit Steve McCarthy und Michael Nylander zu den ZSC Lions gestossen sind, hat bei ihnen eine Trendwende einsetzt. Mit den beiden zusätzlichen Ausländern, deren Verträge nach dieser Woche auslaufen, haben sie sieben von neun Spielen gewonnen. Und gestern feierten sie, gegen kämpferische, aber biedere SCL Tigers, die ihren gesperrten Captain Pelletier vermissten, mit einem 4:2 den sechsten Heimsieg in Serie. Wer mit McCarthy und Nylander spricht, bekommt von ihnen ähnliche Antworten. Sie fühlten sich von Tag zu Tag besser, versichern beide. Auf 80 Prozent beziffert der Schwede seinen aktuellen Formstand, Tendenz steigend. McCarthy sagt: «In den ersten zehn Tagen war ich am Hinterherlaufen. Ich musste das verpasste Trainingscamp wettmachen, den Jetlag verdauen. Doch inzwischen geht es immer besser.» Der Verteidiger verdreifachte gegen die Langnauer mit zwei Assists seinen Punkteertrag, aber er ist keiner, der an seinen Skorerpunkten gemessen wird. McCarthy ist der «Anti-Murphy», einer, der für solide defensive Arbeit steht, nicht für Brillanz. Die Fehler, die er im ZSC-Dress begangen hat, sind an einer Hand abzuzählen. Und inzwischen traut er sich im Spiel gegen vorne auch etwas mehr zu. Der 30-Jährige muss nun darauf warten, was die ZSC Lions mit ihm vorhaben. Es ist an ihnen, die einseitige Option auf ihn einzulösen, womit sich sein Vertrag bis zum Saisonende verlängern würde. «Mir gefällt es hier, ich würde gerne bleiben», sagt McCarthy, der angedeutet hat, dass er mehr sein kann als ein Murphy-Ersatz. Bei positivem Bescheid würde seine Familie &endash er ist Vater zweier kleiner Kinder &endash aus Chicago nach Zürich ziehen. Nylander spekuliert noch auf NHL Nylander, der heute ein Gespräch mit Sportchef Edgar Salis führt, gibt sich noch bedeckt darüber, was für ihn die Zukunft bringt. «Ich warte darauf, dass mich mein Agent darüber informiert, wie die Situation ist», sagt er businesslike. Der Spielmacher scheint also immer noch auf ein Engagement in der NHL zu spekulieren. Doch seinen Worten ist auch zu entnehmen, dass er sich dazu noch nicht ganz bereit fühlt. «Ich brauche sicher noch zwei Wochen, um wieder der Alte zu sein», sagt er. Und er erinnert an seine auffälligste Szene im Langnau-Spiel, als er bei einer 2-1-Situation zu lange mit dem Pass zögerte. «Ich muss schneller spielen, die Beine bewegen», erklärt er kopfschüttelnd. «Das Gefühl stimmt noch nicht ganz. Aber das Training in der Pause wird mir gut tun.» Das immerhin deutet darauf hin, dass er sich mittelfristig noch in Zürich sieht. Flüeler lässt Sulander vergessen In den nächsten Tagen würde Nylander gerne mit seinen tennisbegeisterten Töchtern einmal den Racketkünstlern in Basel zuschauen, am Samstag steht in Freiburg das vorerst letzte Spiel an. Coach Bob Hartley hob nach dem Pflichtsieg über die SCL Tigers das Powerplay &endash das 2:1 Cuntis (35.) und das 4:1 Schnyders (38.) fielen in Überzahl &endash hervor und lobte Flüeler, angesichts dessen konstanten Leistungen viele schon vergessen haben, dass der dreifache Meistergoalie Sulander auch noch im Team wäre. Was die Entscheidung bei den Ausländern betrifft, lässt sich Hartley nicht in die Karten blicken. Falls McCarthy und Nylander bleiben sollten, hätte er nach der Rückkehr von Murphy und Down plötzlich zwei Ausländer zu viel. Eine heikle Situation, die für ihn ein Novum wäre. In der NHL pflegt man die überzähligen Spieler ins Farmteam zu schicken. ZSC Lions - SCL Tigers 4:2 (1:0, 3:1, 0:1)7003 Zuschauer. &endash Tore: 17. Kenins (Geering, Bühler) 1:0. 32. S. Moggi (C. Moggi, Rytz/Ausschluss Bärtschi) 1:1. 35. Cunti (McCarthy/Ausschluss Perreault) 2:1. 37. Ambühl 3:1. 38. Schnyder (Tambellini, McCarthy/Ausschluss S. Moggi) 4:1. 60. (59:31) C. Moggi 4:2. &endash Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen den ZSC, 5-mal 2 plus 10 (Esche, wegen Reklamieren) gegen die SCL Tigers.ZSC Lions: Flüeler; Blindenbacher, Seger; Gobbi, Geering; McCarthy, Schnyder; Tambellini, Cunti, Ambühl; Bärtschi, Pittis, Monnet; Bastl, Nylander, Kenins; Bühler, Schäppi, Schommer; Ryser.SCL Tigers: Esche; Christian Moser, Reber; Stettler, Rytz; Lüthi, Lardi; Schilt; Haas, McLean, Simon Moser; Gennazzi, Perreault, Bucher; Sandro Moggi, Claudio Moggi, Gustafsson; Leblanc, Gerber, Lindemann.Bemerkungen: ZSC Lions ohne Murphy, Down, Ziegler und Breitbach (verletzt), die SCL Tigers ohne Pelletier (gesperrt) und Neff (verletzt).

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